Gleich geht unsere Demo los! Was die Einrichtung einer Waffenverbotszone bedeutet, könnt ihr in aller Kürze auf unserem InfoSheet sehen: WVZInfosheet
Die feierliche Enthüllung der Verbotstafeln…
Um 14 Uhr nehmen Innenminister Wöller und Oberbürgermeister Jung die SYMBOLISCHE ENTHÜLLUNG EINER VERBOTSTAFEL am OTTO RUNKI PLATZ vor (Haltestelle Einertstr.). Wir sind uns sicher, sie freuen sich über ehrliches Feedback und Meinungen aus dem Viertel, während vor der Presse mit den neuen Tafeln angegeben werden soll.
Kundgebung aufbauen und vorbereiten ab 13:30 im Rabet vor Aldi
Ab 14.00 gehts dann los:
Für Solidarität und soziale Lösungen, statt Verdrängung, Überwachung und Rassismus
Es gibt Suppe, Tee, Infomaterial, Basteln, Luftballons, Diskussionen, ein offenes Mikrophon, Kennenlernen von lokalen Projekten und gute Musik.
Alle sind eingeladen selbstständig Aktionen vorzubereiten, sei es musikalisch, künstlerisch oder inhaltlich.
Zur Facebook-Veranstaltungen für kurzfristige Infos geht es hier: https://www.facebook.com/events/909378192519724/
Interview mit Radio Blau
Am Dienstag haben wir mit Radio Blau über uns, die Waffenverbotszone und die Demo am Montag gesprochen.
Das Interview zum Nachhören findet ihr hier: https://www.freie-radios.net/91773
Demonstration am 5.11.18
*English below*
Solidarität statt Verdrängung, Überwachung und Rassismus
Die Eisenbahnstraße wird ab dem 5.11.18 eine Waffenverbotszone sein.
Das bedeutet, dass jede Person, die absichtlich oder unwissentlich eine Waffe oder einen gefährlichen Gegenstand mit in dieses Gebiet nimmt, bis zu 10.000€ Strafe zahlen muss. Natürlich nur, wenn sie dabei erwischt wird und solange keine bestimmten Ausnahmen greifen. So werden dauerhaft verdachtsunabhängige Kontrollen ermöglicht und wir werden mit wesentlich mehr Polizeipräsenz konfrontiert sein. Dass dies nur ein Instrument ist, um einen selbst produzierten „Kriminalitätsschwerpunkt“ zu befrieden und unter dem Label der „Sicherheit“ eine autoritäre Entwicklung voranzutreiben, ist für uns klar.
Innenminister Wöller (CDU) und Oberbürgermeister Jung (SPD) machen sich hier zum Erfüllungsgehilfen für polizeiliche Law-and-Order Politik. Dass sie die Einrichtung der Waffenverbotszone mit einer „feierlichen Enthüllung der Verbotstafeln“ am 05.11. begehen wollen, macht es umso grotesker. Denn in den betroffenen Wohngebieten hat niemand um diese Zone, geschweige denn um mehr Polizei gebeten. Wir werden diese Provokation daher nicht hinnehmen. Mit kreativen Performances und inhaltlicher Kritik in Form von Redebeiträgen und einem offenen Mikrophon zeigen wir die Ablehnung verdrängender, diskriminierender und repressiver Maßnahmen.
Wir sind der Überzeugung, dass eine Strategie, die auf der Personalisierung und Verräumlichung gesellschaftlicher Probleme basiert, nichts verbessern wird. Bestimmte Menschen und Orte werden kriminalisiert und bestraft, das Gebiet um die Eisenbahnstr. einfach pauschal als gefährlich deklariert. Dies führt jedoch nur zu permanenter Überwachung, einer Verschiebung aus dem Sichtbaren und dem Ausschluss von Menschen aus der Gesellschaft. Wir alle wollen hier leben und daher zusammen soziale Lösungsansätze für bestehende Probleme erarbeiten.
Dazu verbinden wir Kämpfe miteinander, die die sozialen Probleme unseres Viertels wirklich angehen:
– Widerstand gegen den Ausbau eines „Sicherheitsapparates“ durch Polizeipräsenz, Kontrollen, Kameras, racial profiling und weitere technische Aufrüstung und Ausweitung der Befugnisse durch das neue Polizeigesetz
– der Kampf gegen Ideologien, die die Freiheit und Gleichheit aller Menschen in Frage stellen, sowie jede Art von Diskriminierung. Sei es Rassismus, Sexismus (der die Quelle vieler gewalttätiger Übergriffe darstellt), Klassismus, Transfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiromaismus.
– die Forderung, sozialstaatlichen Leistungen für alle (auch für Illegalisierte) in Form von kostenloser Gesundheitsversorgung, Wohnungslosenunterkünften, Drogenkonsumräumen und das Einstellen der Hartz IV-Sanktionen
– der Einsatz gegen Entmietung und einer Aufwertung des Viertels, die dazu führt, dass prekarisierte Menschen immer weiter an die Stadtränder verdrängt und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden
– das Engagement in sozialen Projekten für eine solidarische Nachbarschaft, wie Bildungsarbeit und Unterstützung von Geflüchteten
Einen Anstoß dazu wollen wir auf der Kundgebung geben und laden alle dazu sein, sich an kreativen Aktionen, Vernetzung und inhaltlicher Weiterarbeit zu beteiligen. Los geht’s um 14.00 vorm Aldi im Rabet.
Für alle, die Lust haben, etwas Kreatives für die Kundgebung mit vorzubereiten: Kommt am 2.11.18 um 17.00 ins Ostpassage-Theater zu “Get ready for Dangerzone” https://www.facebook.com/events/552628535176420/Als kleine Erinnerung: um 19.30 ist das offene Treffen von CopWatch LE dann gleich um die Ecke in der Kohlgartenstraße 51.
Am 5.11.18 schon die Waffenverbotszone abschießen! Unsere Waffe heißt Solidarität!
Copwatch LE (copwatchleipzig.home.blog)
Prisma – Interventionistische Linke Leipzig (prisma.blogsport.de)
Krisenherd
inEUmanity Leipzig (ineumanity.noblogs.org)
Kritische Jurist*innen Leipzig
GG/BO – die Gefangenengewerkschaft Soligruppe Leipzig (leipzig.ggbo.de)
Solidarische Jugend Leipzig
linxxnet (jule.linxxnet.de)
Ostpassage Theater (ost-passage-theater.de)
Rote Hilfe Ortsgruppe Leipzig
Pögehaus e.V.
u.a.
*English*
Demonstration am 5.11.18
*English below*
Solidarität statt Verdrängung, Überwachung und Rassismus
Die Eisenbahnstraße wird ab dem 5.11.18 eine Waffenverbotszone sein.
Das bedeutet, dass jede Person, die absichtlich oder unwissentlich eine Waffe oder einen gefährlichen Gegenstand mit in dieses Gebiet nimmt, bis zu 10.000€ Strafe zahlen muss. Natürlich nur, wenn sie dabei erwischt wird und solange keine bestimmten Ausnahmen greifen. So werden dauerhaft verdachtsunabhängige Kontrollen ermöglicht und wir werden mit wesentlich mehr Polizeipräsenz konfrontiert sein. Dass dies nur ein Instrument ist, um einen selbst produzierten „Kriminalitätsschwerpunkt“ zu befrieden und unter dem Label der „Sicherheit“ eine autoritäre Entwicklung voranzutreiben, ist für uns klar.
Innenminister Wöller (CDU) und Oberbürgermeister Jung (SPD) machen sich hier zum Erfüllungsgehilfen für polizeiliche Law-and-Order Politik. Dass sie die Einrichtung der Waffenverbotszone mit einer „feierlichen Enthüllung der Verbotstafeln“ am 05.11. begehen wollen, macht es umso grotesker. Denn in den betroffenen Wohngebieten hat niemand um diese Zone, geschweige denn um mehr Polizei gebeten. Wir werden diese Provokation daher nicht hinnehmen. Mit kreativen Performances und inhaltlicher Kritik in Form von Redebeiträgen und einem offenen Mikrophon zeigen wir die Ablehnung verdrängender, diskriminierender und repressiver Maßnahmen.
Wir sind der Überzeugung, dass eine Strategie, die auf der Personalisierung und Verräumlichung gesellschaftlicher Probleme basiert, nichts verbessern wird. Bestimmte Menschen und Orte werden kriminalisiert und bestraft, das Gebiet um die Eisenbahnstr. einfach pauschal als gefährlich deklariert. Dies führt jedoch nur zu permanenter Überwachung, einer Verschiebung aus dem Sichtbaren und dem Ausschluss von Menschen aus der Gesellschaft. Wir alle wollen hier leben und daher zusammen soziale Lösungsansätze für bestehende Probleme erarbeiten.
Dazu verbinden wir Kämpfe miteinander, die die sozialen Probleme unseres Viertels wirklich angehen:
– Widerstand gegen den Ausbau eines „Sicherheitsapparates“ durch Polizeipräsenz, Kontrollen, Kameras, racial profiling und weitere technische Aufrüstung und Ausweitung der Befugnisse durch das neue Polizeigesetz
– der Kampf gegen Ideologien, die die Freiheit und Gleichheit aller Menschen in Frage stellen, sowie jede Art von Diskriminierung. Sei es Rassismus, Sexismus (der die Quelle vieler gewalttätiger Übergriffe darstellt), Klassismus, Transfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiromaismus.
– die Forderung, sozialstaatlichen Leistungen für alle (auch für Illegalisierte) in Form von kostenloser Gesundheitsversorgung, Wohnungslosenunterkünften, Drogenkonsumräumen und das Einstellen der Hartz IV-Sanktionen
– der Einsatz gegen Entmietung und einer Aufwertung des Viertels, die dazu führt, dass prekarisierte Menschen immer weiter an die Stadtränder verdrängt und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden
– das Engagement in sozialen Projekten für eine solidarische Nachbarschaft, wie Bildungsarbeit und Unterstützung von Geflüchteten
Einen Anstoß dazu wollen wir auf der Kundgebung geben und laden alle dazu sein, sich an kreativen Aktionen, Vernetzung und inhaltlicher Weiterarbeit zu beteiligen. Los geht’s um 14.00 vorm Aldi im Rabet. https://www.facebook.com/events/909378192519724/
Für alle, die Lust haben, etwas Kreatives für die Kundgebung mit vorzubereiten: Kommt am 2.11.18 um 17.00 ins Ostpassage-Theater zu “Get ready for Dangerzone” https://www.facebook.com/events/552628535176420/Als kleine Erinnerung: um 19.30 ist das offene Treffen von CopWatch LE dann gleich um die Ecke in der Kohlgartenstraße 51.
Am 5.11.18 schon die Waffenverbotszone abschießen! Unsere Waffe heißt Solidarität!
Copwatch LE (copwatchleipzig.home.blog)
Prisma – Interventionistische Linke Leipzig (prisma.blogsport.de)
Krisenherd
inEUmanity Leipzig (ineumanity.noblogs.org)
Kritische Jurist*innen Leipzig
GG/BO – die Gefangenengewerkschaft Soligruppe Leipzig (leipzig.ggbo.de)
u.a.
*English*
Solidarity instead of repression, surveillance and racism
From 5.11.18, the Eisenbahnstraße will be a weapons prohibition zone.
This means that every person who intentionally or unknowingly takes a weapon or a dangerous object into this area will have to pay a penalty of up to 10,000€. Of course, only if she is caught doing so and as long as no specific exceptions apply. This will make it possible to carry out permanent checks without suspicion and we will be confronted with a much greater police presence. It is clear to us that this is only an instrument to pacify a self-produced “crime focus” and to promote an authoritarian development under the label of “security”.
Minister of the Interior Wöller (CDU) and Mayor Jung (SPD) make themselves the vicarious agents for police law-and-order policy. That they want to commit the mechanism of the weapon prohibition zone with a solemn unveiling of the prohibition boards to 05.11. makes it all the more grotesque. Because in the affected residential areas nobody asked for this zone, let alone for more police. We will therefore not accept this provocation. With creative performances and content criticism in the form of speeches and an open microphone, we show the rejection of repressive, discriminatory and repressive measures.
We are convinced that a strategy based on the personalization and spatialization of social problems will not improve anything. Certain people and places will be criminalised and punished, and the area around Eisenbahnstr. will simply be declared dangerous as a whole. However, this only leads to permanent surveillance, a shift from the visible and the exclusion of people from society. We all want to live here and therefore work together to find social solutions to existing problems.
For this purpose we combine struggles with each other that really tackle the social problems of our neighbourhood:
– Resistance against the expansion of a “security apparatus” through police presence, controls, cameras, racial profiling and further technical upgrading and extension of powers through the new police law.
– the fight against ideologies that call into question the freedom and equality of all human beings, as well as all forms of discrimination. Be it racism, sexism (which is the source of many violent attacks), classism, transophobia, antisemitism and antiromaism.
– the demand for welfare services for all (including illegalized persons) in the form of free health care, shelters for the homeless, drug-taking rooms and the cessation of Hartz IV sanctions
– the fight against lettings and an upgrading of the neighbourhood, which leads to precarious people being pushed further and further into the outskirts of the city and excluded from public life
– the involvement in social projects for a neighbourhood based on solidarity, such as educational work and support for refugees
We want to give an impetus to this at the rally and invite everyone to take part in creative activities, networking and further work on content. We start at 14.00 in front of Aldi in the Rabet. https://www.facebook.com/events/909378192519724/
For all, which have desire to prepare something creative for the rally also: Come on 2.11.18 at 17.00 to the Ostpassage-Theater to “Get ready for Dangerzone” https://www.facebook.com/events/552628535176420/
Als little reminder: at 19.30 the open meeting of CopWatch LE is just around the corner in Kohlgartenstraße 51.
On 5.11.18 already shoot down the weapons prohibition zone! Our weapon is called solidarity!
Am Dienstag haben wir mit Radio Blau über uns, die Waffenverbotszone und die Demo am Montag gesprochen. Das Interview zum Nachhören findet ihr hier: https://www.freie-radios.net/91773
Research // Forschung
*English below*
Polizeigewalt ist ein Thema, das weder gut erforscht, noch als wirkliches Problem von politischen Entscheidungsträger*innen anerkannt wird. Vor allem auch nicht von der Strafjustiz. Dass eine unabhängige Beschwerdestelle zur Verfolgung von Anzeigen gegen Polizist*innen unerlässlich, zeigt die absurd hohe Einstellungsrate von Verfahren gegen Beamt*innen.
Auf ihrer Website (https://vmits0151.vm.ruhr-uni-bochum.de/kviapol.rub.de/index.php/forschungsprogramm) schreibt das Forschungsprojekt KVia-Pol der Uni Bochum dazu:
“Ausgangspunkt der Untersuchung ist der empirisch gesicherte Umstand, dass es beim Einsatz von Gewalt durch die Polizei in gewissem Umfang zu Fehlverhalten kommt. PolizeibeamtInnen wenden im Rahmen ihrer Dienstausübung tagtäglich unmittelbaren Zwang an; dabei wird die Grenze zwischen rechtmäßigem Exekutivhandeln und unverhältnismäßigem Gewalteinsatz mitunter überschritten. Seitens der Staatsanwaltschaft muss in diesen Fällen der Tatbestand der Körperverletzung im Amt geprüft werden. Die sich hiermit befassenden Verfahren weisen eine besondere justizielle Erledigungsstruktur auf. In den meisten abschließend erledigten Fällen (96 bis 97 %) erfolgt eine Einstellung, zu etwa 90 % wegen Verneinung eines hinreichenden Tatverdachts durch die Ermittlungsbehörden. Nur rund 2-3 % aller eingeleiteten Verfahren münden in einem Strafbefehlsantrag oder einer Anklage. Deliktsübergreifend liegt die Anklagequote bundesweit demgegenüber bei 27 bis 28 % – beinahe um ein Zehnfaches höher.”
Was sie vorhaben:
“Im März 2018 ist an der Ruhr-Universität Bochum unser DFG-gefördertes Forschungsprojekt “Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte” unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Singelnstein gestartet. Ziel ist es, empirisch fundierte Aussagen über mögliches Fehlverhalten von Polizeibediensteten bei der Gewaltausübung zu tätigen. Hierzu werden insbesondere Viktimisierungsrisiken und das Anzeigeverhalten der Betroffenen untersucht, um so das Dunkelfeld rechtswidriger Polizeigewalt zu beleuchten.
Ab dem 8. November führen wir erstmals in Deutschland eine Opferbefragung (Online-Fragebogen) zu unverhältnismäßiger Polizeigewalt durch, deren Ergebnisse anschließend durch Interviews mit Expert*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ergänzt werden.
Die Beantwortung des Online-Fragebogens wird ca. 30 Minuten dauern. Der Fragebogen wird in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch) verfügbar sein. Wir garantieren unabhängige Forschung, alle Antworten sind freiwillig und werden anonym erfasst.”
CopWatch Leipzig wird dieses Projekt sehr unterstützen und möchte dazu beitragen, dass Polizeigewalt erforscht und verhindert wird. Dazu zählt ein möglicher Rechtsweg für Betroffene genauso wie das Einschreiten von kritischen Beobachter*innen in der Situation.
Wir werden die Info-Flyer verteilen und alle Betroffenen ermutigen und begleiten, bei diesem Projekt mitzumachen.
Mehr Infos findet ihr unter: http://www.kviapol.rub.de/
English
Police violence is an issue that is neither well researched nor recognised as a real problem by political decision-makers. Especially not by criminal justice. The absurdly high recruitment rate of proceedings against police(wo)men shows that an independent complaints office is indispensable for the prosecution of complaints against police(wo)men.
The research project KVia-Pol of the University of Bochum writes about this on its website (https://vmits0151.vm.ruhr-uni-bochum.de/kviapol.rub.de/index.php/forschungsprogramm):
“The starting point of the study is the empirically proven fact that there is a certain amount of misconduct when the police use force. Police officers use direct coercion on a daily basis in the course of their duties, sometimes crossing the line between lawful executive action and disproportionate use of force. In these cases, the public prosecutor’s office has to examine the facts of the case of bodily injury. The proceedings dealing with this issue have a special judicial settlement structure. In most of the final cases (96 to 97%), the proceedings are terminated, about 90% of them because the investigating authorities deny a sufficient suspicion. Only around 2-3% of all proceedings initiated result in a criminal order or an indictment. Across all offences, on the other hand, the prosecution rate is between 27% and 28% nationwide – almost ten times higher.”
What they do:
“In March 2018, our DFG-funded research project “Personal Injury in Office by Police Officers” was launched at the Ruhr University Bochum under the direction of Prof. Dr. Tobias Singelnstein. The aim is to make empirically sound statements about possible misconduct by police officers in the exercise of violence. In particular, victimisation risks and the reporting behaviour of those affected will be investigated in order to shed light on the dark field of illegal police violence.
From 8 November, we will conduct our first victim survey (online questionnaire) on disproportionate police violence in Germany, the results of which will then be supplemented by interviews with experts from various social sectors.
Answering the online questionnaire will take about 30 minutes. The questionnaire will be available in several languages (German, English, French, Arabic). We guarantee independent research, all answers are voluntary and anonymous”.
CopWatch Leipzig will strongly support this project and would like to contribute to the research and prevention of police violence. This includes possible legal action for those affected as well as the intervention of critical observers in the situation.
We will distribute the info flyers and encourage and accompany all those affected to participate in this project.
More information can be found at: http://www.kviapol.rub.de/
Veranstaltungen zur Einrichtung der WVZ
Demo gegen die Waffenverbotszone: https://www.facebook.com/events/909378192519724/
Und vor dem offenen Treffen am 2.11.18 wird es ein Kreativtreffen zur Vorbereitung auf die Demo geben. 17.00 im Ostpassagetheater (Überm Aldi)
Before the open meeting there will be a creative workshop to prepare performances for the demonstration. 17.00 in the Ostpassagetheater (above Aldi)
https://www.facebook.com/events/552628535176420/?notif_t=event_calendar_create¬if_id=1540810199371743
Die Verordnung der Waffenverbotszone
News #2 zur Waffenverbotszone im Raum Eisenbahnstraße
Am 19.10.18 ist im Sächsischen Gesetzblatt die „Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Einrichtung einer Verbotszone zum Schutz vor Waffen und gefährlichen Gegenständen in Leipzig Vom 4. Oktober 2018“ bekannt gegeben worden.
Damit ist jetzt klar, welches Gebiet zur Waffenverbotszone wird und welche Gegenstände als gefährliche Gegenstände gewertet werden und damit vom Verbot auch mit umfasst sind.
Die komplette Veröffentlichung findet ihr hier: http://www.sachsen-gesetze.de/shop/saechsgvbl/2018/14/read_pdf ab Seite 617
Eine kleine Zusammenfassung und bearbeitete Version des Gesetzestextes gibt es trotzdem gleich von uns:
Die genauen Grenzen sind in der Anlage dargestellt. Es handelt sich um einen zwar überschaubaren Raum, jedoch wird die Kontrollintensität und Polizeipräsenz nicht nur in diesem Gebiet zunehmen, sondern auch in den nicht umfassten Nebenstraßen.

aus http://www.sachsen-gesetze.de/shop/saechsgvbl/2018/14/read_pdf
Die nicht all zu lange Verordnung, die es sich durchzulesen auch tatsächlich mal lohnt, verbietet das Führen von Waffen und im aufgeführten Raum (Zugriffsbares Mitsichtragen außerhalb der Wohnung/Geschäft). Ausgenommen sind Polizist*innen, der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn, Rettungsdienste, Sicherheitspersonal von Wert- und Geldtransporten. Anwohner*innen können diese in verschlossenen Behältnissen oder Verpackungen tragen, wenn sie ihren Hauptwohnsitz im Gebiet haben. Dazu zählt auch der verschlossene Fahrgastraum eines Autos.
Egal ist, ob man* die Waffe/gefährliche Gegenstände ausversehen (fahrlässig) oder absichtlich (vorsätzlich) mit sich trägt. Strafen gibt es bis zu 10.000€ bei Waffen (siehe Waffengesetz) und bis zu 1000€ bei gefährlichen Gegenständen.
Waffen: Continue reading “Die Verordnung der Waffenverbotszone”
Die Verordnung für die WVZ
*English below*
News #2 zur Waffenverbotszone im Raum Eisenbahnstraße
Am 19.10.18 ist im Sächsischen Gesetzblatt die „Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Einrichtung einer Verbotszone zum Schutz vor Waffen und gefährlichen Gegenständen in Leipzig Vom 4. Oktober 2018“ bekannt gegeben worden.
*Update 24.03.21: Die Verordnung über die Gefährlichen Gegenstände wurde vom OVG Bautzen für unwirksam erklärt:
https://copwatchleipzig.home.blog/2021/03/24/gefahrliche-gegenstande-sind-in-der-wvz-nicht-mehr-verboten/*
Damit ist jetzt klar, welches Gebiet zur Waffenverbotszone wird und welche Gegenstände als gefährliche Gegenstände gewertet werden und damit vom Verbot auch mit umfasst sind.
Die komplette Veröffentlichung findet ihr hier: http://www.sachsen-gesetze.de/shop/saechsgvbl/2018/14/read_pdf ab Seite 617
Eine kleine Zusammenfassung und bearbeitete Version des Gesetzestextes gibt es trotzdem gleich von uns:
Die genauen Grenzen sind in der Anlage dargestellt. Es handelt sich um einen zwar überschaubaren Raum, jedoch wird die Kontrollintensität und Polizeipräsenz nicht nur in diesem Gebiet zunehmen, sondern auch in den nicht umfassten Nebenstraßen.

aus http://www.sachsen-gesetze.de/shop/saechsgvbl/2018/14/read_pdf
Die nicht all zu lange Verordnung, die es sich durchzulesen auch tatsächlich mal lohnt, verbietet das Führen von Waffen und im aufgeführten Raum (Zugriffsbares Mitsichtragen außerhalb der Wohnung/Geschäft). Ausgenommen sind Polizist*innen, der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn, Rettungsdienste, Sicherheitspersonal von Wert- und Geldtransporten. Anwohner*innen können diese in verschlossenen Behältnissen oder Verpackungen tragen, wenn sie ihren Hauptwohnsitz im Gebiet haben. Dazu zählt auch der verschlossene Fahrgastraum eines Autos.
Egal ist, ob man* die Waffe/gefährliche Gegenstände ausversehen (fahrlässig) oder absichtlich (vorsätzlich) mit sich trägt. Strafen gibt es bis zu 10.000€ bei Waffen (siehe Waffengesetz) und bis zu 1000€ bei gefährlichen Gegenständen.
English
News #2 about the weapons prohibition zone in the Eisenbahnstraße area
On 19.10.18 the “Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Einrichtung einer Verbotszone zum Schutz vor Waffen und gefährlichen Gegenständen in Leipzig Vom 4. Oktober 2018” (Regulation of the Saxon State Ministry of the Interior on the Establishment of a Prohibition Zone for the Protection against Weapons and Dangerous Objects in Leipzig From 4 October 2018) was announced in the Saxon Law Gazette.
*Update 24.03.21: The ordinance on dangerous objects was declared invalid by the OVG (Court) Bautzen:
https://copwatchleipzig.home.blog/2021/03/24/gefahrliche-gegenstande-sind-in-der-wvz-nicht-mehr-verboten/*
Now it is clear which area becomes a weapons prohibition zone and which objects are classified as dangerous objects and are therefore included in the prohibition.
You can find the complete publication here: http://www.sachsen-gesetze.de/shop/saechsgvbl/2018/14/read_pdf starting on page 617
A small summary and edited version of the text of the law is still available from us:
The exact boundaries are shown in the annex. It is a manageable space, but the intensity of control and police presence will increase not only in this area, but also in the non-circumscribed side streets.
The not too long regulation, which is actually worth reading, prohibits the carrying of weapons and in the listed room (accessible carrying outside the flat/business). Exceptions are police(wo)men, the security service of the Deutsche Bahn, rescue services, security personnel of valuables and cash transports. Residents can carry these in closed containers or packaging if they have their main residence in the area. This also includes the locked passenger compartment of a car.
It does not matter whether you* carry the weapon/hazardous objects accidentally or intentionally. There are penalties up to 10.000€ for weapons and up to 1000€ for dangerous objects.
Waffen:
§1 Verbot Innerhalb des in der Stadt Leipzig durch die Straßen Eisen- bahnstraße/Rosa-Luxemburg-Straße, Mariannenstraße, Her- mann-Liebmann-Straße, Ludwigstraße, Elisabethstraße, Kon- radstraße, Hermann-Liebmann-Straße, Rabet, Lorenzstraße, Konstantinstraße und Eisenbahnstraße/Rosa-Luxemburg- Straße begrenzten Gebietes (Anlage) ist das Führen von Waffen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen verboten. §2 Begriffsbestimmungen (1) Waffen im Sinne dieser Verordnung sind alle Waffen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Waffengesetzes. (2) Im Sinne dieser Verordnung führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, von Geschäftsräumen, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt. §3 Ausnahmen (1) Ausgenommen von dem Verbot nach § 1 sind die in § 55 des Waffengesetzes genannten Behörden, Einrichtungen und Personen sowie 1. die gemeindlichen Vollzugsbediensteten, soweit ihnen polizeiliche Vollzugsaufgaben [...] übertragen worden sind, 2. Bedienstete von Behörden und Organisationen des Ret- tungsdienstes, Brand- und Katastrophenschutzes sowie von Pflege- und medizinischen Versorgungsdiensten so- wie Ärzte, medizinische Hilfskräfte und ehrenamtlich Be- schäftigte, soweit sie in dem in § 1 beschriebenen Gebiet dienstlich tätig sind, 3. mit Geld- und Werttransporten befasste Personen sowie Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn AG (DB Sicherheit GmbH), soweit sie in dem in § 1 be- schriebenen Gebiet dienstlich tätig sind. (2) Ausgenommen von dem Verbot nach § 1 ist der Trans- port von Waffen in verschlossenen Behältnissen oder Verpa- ckungen, die einen unmittelbaren Zugriff verhindern: 1. durch Gewerbetreibende, die ihren Gewerbebetrieb in einem in § 1 beschriebenen Gebiet haben und zum Handel mit Waffen im Sinne dieser Verordnung berechtigt sind, sowie deren Beschäftigte, Zusteller und Kunden, 2. durch Anwohner, die ihre Wohnung [...], und bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung in dem in §1 beschriebenen Gebiet haben, sowie der Transport von Waffen in Personenkraftwagen und Lastkraftwagen mit geschlossenem Fahrgastraum, soweit das in § 1 beschriebene Gebiet ohne Fahrtunterbrechung durchfah- ren wird. Als Fahrtunterbrechung gilt dabei nicht ein verkehrs- bedingtes Anhalten oder Stehenbleiben. (3) Die Kreispolizeibehörde kann über die Ausnahmen nach den Absätzen 1 und 2 hinaus weitere Ausnahmen im Einzelfall zulassen, sofern eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung nicht zu besorgen ist. Die Ausnahmegenehmigun- gen können mit Bedingungen und Auflagen versehen werden. §4 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig im Sinne des § 53 Absatz 1 Nummer 23 des Waffengesetzes handelt, wer innerhalb des in § 1 beschrie- benen Gebietes entgegen § 1 vorsätzlich oder fahrlässig eine Waffe führt. (2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden. (3) Verbotenerweise geführte Waffen können nach § 54 Absatz 2 des Waffengesetzes eingezogen werden. (4) Zuständig zur Ahndung und Verfolgung der Ordnungs- widrigkeiten ist die Kreispolizeibehörde als Verwaltungsbe- hörde [...]
Gefährlicher Gegenstände:
Hier sind jetzt nur diejenigen §§ aufgeführt, die sich zu dem Waffen-Artikel unterscheidet
§2 Begriffsbestimmungen (1) Gefährliche Gegenstände sind: 1. Äxte und Beile, 2. Schlagstöcke, Baseballschläger und Gegenstände, die geeignet und den Umständen nach dazu bestimmt sind, als Hieb- oder Stoßwaffen gegen Personen oder Sachen eingesetzt zu werden, wie zweckentfremdet angeschärfte Werkzeuge, 3. Handschuhe mit harten Füllungen und Quarzsandhand- schuhe, 4. Messer, soweit sie nicht dem Waffengesetz unterfallen, 5. Reizstoffsprühgeräte und Tierabwehrsprays, soweit sie nicht dem Waffengesetz unterfallen. (2) Gefährliche Gegenstände führt mit, wer die tatsäch- liche Gewalt über gefährliche Gegenstände außerhalb der eigenen Wohnung, von Geschäftsräumen oder des eigenen befriedeten Besitztums ausübt. §3 Ausnahmen (1) [...] (2) Ausgenommen von dem Verbot nach § 1 sind: 1. der Transport von gefährlichen Gegenständen in Kraftfahr- zeugen mit geschlossenem Fahrgastraum, soweit das in § 1 beschriebene Gebiet ohne Fahrtunterbrechung durch- fahren wird; als Fahrtunterbrechung gilt dabei nicht ein ver- kehrsbedingtes Anhalten oder Stehenbleiben, 2. der Transport von gefährlichen Gegenständen in ver- schlossenen Behältnissen oder Verpackungen, die einen unmittelbaren Zugriff verhindern, durch Anwohner, die ihre Wohnung […] und bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung in dem in § 1 beschriebenen Gebiet haben oder durch Handwerker und Gewerbetreibende sowie deren Be- schäftigte, die die gefährlichen Gegenstände zur Aus- übung ihres Gewerbes innerhalb des in § 1 beschriebenen Gebietes benötigen sowie Gewerbetreibende, die ihren Gewerbebetrieb in einem in § 1 beschriebenen Gebiet haben und zum Handel mit den gefährlichen Gegenstän- den berechtigt sind, sowie deren Beschäftigte, Zusteller und Kunden, 3. das Mitführen von Messern im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 durch Handwerker und Gewerbetreibende so- wie deren Beschäftigte, soweit die Messer für die unmittel- bare Erledigung eines konkreten Auftrages in dem in § 1 beschriebenen Gebiet üblicherweise benutzt werden, 4. die Verwendung von Messern im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 im Rahmen eines gastronomischen Betriebes in dem in § 1 beschriebenen Gebiet, 5. das Mitführen von gefährlichen Gegenständen durch das Fahrpersonal von Kraftfahrzeugen beim Einsatz zur Per- sonenbeförderung im Linienverkehr und im Verkehr mit Taxen sowie durch Personal von Zustelldiensten, soweit sie in dem in § 1 beschriebenen Gebiet beruflich tätig sind und es sich bei den mitgeführten Gegenständen nicht um Messer handelt. §4 Ordnungswidrigkeiten (1) […] (2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden. (3) [...]
Map for police activities
*English below*
Die interaktive Karte zur Meldung von Polizeiaktivitäten ist da! Außerdem gibt es von unseren Freund*innen vom wundervollen Peng. Collective Einordnungen und Informationen zum PAG, dem neuen bayrischen Polizeigesetz. Auch wir in Sachsen haben uns mit der Gesetzesverschärfung rumzuschlagen. Genau diese Art von organizing ist es, die hilft sich gegen Gewaltmonopol und Übergriffe zu schützen.
https://www.cop-map.com/ und https://www.drohende-gefahr.de/
Gibt es jeweils in Deutsch, Englisch, Rumänisch, Französisch und Türkisch!
“Auf dieser Karte kann die Anwesenheit der Polizei in der Stadt einfach und anonym gemeldet und dokumentiert werden. So kann man gemeinsam und solidarisch dieser drohenden Gefahr gegenübertreten. Je mehr Menschen mitmachen, desto akkurater sind die Angaben über die Polizeipräsenz. Die Zivilgesellschaft hat das Recht und die Pflicht, sich angesichts der reaktionären Sicherheitspolitik wachsam zu verhalten und vor Polizeiwillkür und -übermacht zu schützen. Die Cop Map kann einerseits helfen, unangenehme Begegnungen mit der Polizei zu vermeiden, anderseits ergeben die erhobene Daten (keine personenbezogenen Daten, sondern nur Ortsmeldungen) eine Darstellung „von unten“ der Ausprägung der Polizeipräsenz- und Praktiken im öffentlichen Raum.”
Now there is an interactive map to report police activities worldwide! Furthermore there are information about the PAG, the new Bavarian police law. Also we in Saxony have to deal with the stricter upcoming police law. This website gives a really good tool how to organize against the institutional power (abuse). Thank you Peng. Collective for this amazing project!
https://www.cop-map.com/ und https://www.drohende-gefahr.de/
The website is available in German, English, Romanian, Turkish, and French!
“On this map, the presence of police officers around the city can be reported and documented anonymously. Now we can stand united and oppose the true imminent danger. The more members participate, the more accurate the information on police presence will become. In light of the current reactionary security policy, we as members of a civil society have the right and responsibility to be watchful and to guard against despotism and police supremacy. On the one hand, Cop Map will help prevent unpleasant encounters with the police; on the other, the collected data (no personal data, only location data) opens up a view “from below” of how police presence and activity is allocated in public spaces. Cop Map makes this potential danger visible to all. Users can establish an informed and conscious method of dealing with police presence in order to protect themselves from potential violence or discrimination. Most importantly: if you see somebody being harassed by the police on the street, don’t look away – report what you see and offer your support!”
