Einrichtung der Waffenverbotszone

Text zur Einrichtung der WVZ siehe darunter

Waffenverbotszone abschießen – soziale Sicherheit stärken!
*English below* or aufruf engl

Arabisch: aufruf arab

Die Waffenverbotszone (WVZ) im Kiez um die Eisenbahnstraße hat, statt das kollektive Sicherheitsgefühl zu stärken, den Alltag der Menschen durch permanente Überwachung und Diskriminierungserfahrungen erschwert. Im November beginnt die „Evaluationsphase“, in der Bilanz über den Nutzen der WVZ gezogen werden soll.

Wir, ein Bündnis aus Anwohner*innen und lokale Initiativen, sind der Überzeugung, dass sie als Instrument autoritärer Sicherheitspolitik keine Verlängerung erfahren darf!

Mit den folgenden 10 Forderungen wollen wir unserer Kritik an der WVZ Ausdruck verleihen. Dem ihr zugrunde liegenden rechten Sicherheitsbegriff werden wir unsere Vorschläge zu sozialer Sicherheit entgegensetzen, die sich an den Bedürfnissen aller im Viertel lebender Menschen orientiert.

Wir rufen alle, die diese Forderungen unterstützen, dazu auf, eigene Veranstaltungen und Aktionen unter dem Label #WVZabschießen zu machen!

1. Gegen den autoritären Rechtsruck in Staat und Gesellschaft!

Die WVZ ist die Antwort auf die mit Ängsten aufgeladene Erzählung einer besonderen „Gefährlichkeit“ der Eisenbahnstraße. Immer wieder werden „Sicherheitsproblematiken“ mit rassistischer Stimmungsmache gegen Geflüchtete und Migrant*innen verknüpft, während die sozialen und ökonomischen Hintergründe von Kriminalität verschleiert werden. Die Erzeugung einer „Gefährlichkeit“ dient als Legitimationsgrundlage für die Einführung und Normalisierung schärferer staatlicher Überwachungsmaßnahmen, dem Abbau von Rechtsstaatlichkeit und grundrechtswidriger Kontrollpraktiken.

2. Verfassungswidrige Rechtsgrundlage der „Gefährlichen Orte“ aus dem Polizeigesetz streichen!

Die Eingriffsbefugnis der Polizei zu verdachtsunabhängigen Kontrollen in der WVZ ist die juristische Einstufung der Eisenbahnstraßengegend als „Gefährlicher Ort“¹. Wir halten diese Rechtsgrundlage für verfassungswidrig². Die Einstufung liegt ganz im Ermessen der Polizei und ist weder nachvollziehbar, noch gerichtlich angreifbar. Damit ist man der Definitionshoheit der Polizei absolut ausgeliefert. Diese Qualität von Grundrechtseingriffen wird rechtsstaatlichen Ansprüchen nicht gerecht. Desweiteren wird die „Suche nach Personen ohne Aufenthaltstitel“ ermöglicht, was einen Freifahrtsschein für racial profiling darstellt.

3. Die rassistische und klassistische Kontrollpraxis der Polizei beenden!

Bei einer „verdachtsunabhängigen Kontrolle“ bedient sich die Polizei bestimmter Muster, um „effizient“ agieren zu können. Dabei bedient sie sich – bewusst oder unbewusst – Stereotypen von „kriminellen Menschen“, um ihre Kontrollpraxis zu rechtfertigen. Die Anknüpfung an das Aussehen, wie Hautfarbe, vermeintliche Herkunft oder Religion (Racial Profiling), sowie unterstellte Armut oder Drogenkonsum (klassistisch motivierte Kontrolle) ist unzulässig und doch gängige Praxis.

4. Das rechtswidrige Verhalten der Polizei muss aufhören! Gegen jede Polizeigewalt!

Auch war zu beobachten, dass Polizist*innen bei den Kontrollen teilweise äußerst gewaltsam vorgingen, außerhalb der WVZ mit einer falschen Begründung kontrollierten und sich kollektiv weigerten, die Dienstausweise pflichtgemäß zu zeigen. Wir sind jedoch nicht bereit hinter den Minimalkonsens unserer demokratischen Rechte zurückzugehen.

5. Schluss mit unverhältnismäßigen Grundrechtseingriffen!

Wir halten die WVZ-Verordnung für unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig.

Sofern zwar ein legitimes Ziel, die Verhinderung der viel beschworenen „Gewaltkriminalität“, vorliegt, erweist sich eine höhere Kontrolldichte und Androhung von Strafe als ungeeignetes Mittel. Eine abschreckende Wirkung für Menschen, die wirklich mit Verletzungsabsicht einen „gefährlichen Gegenstand“ im Gebiet mitführen, kann nur in wenigen Fällen angenommen werden und wurde von der zuständigen Behörde nicht empirisch belegt. Die Ergebnisanalyse (https://copwatchleipzig.home.blog/zwischenbilanz/) hat erwiesen, dass der enorme Aufwand, den die Polizei betrieben hat, um „Waffen“ und „gefährliche Gegenstände“ zu finden, in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle (ca. 96 %) erfolglos geblieben ist.³ Aufgrund der hohen Streubreite der Grundrechtseingriffe (viele Unschuldige sind betroffen) erscheint dieses Mittel demnach auch als unangemessen.

6. Keine Verdrängung marginalisierter Gruppen aus dem Viertel!

Keine Gentrifizierung des Leipziger Ostens!

Nachdem das Viertel von Investor*innen als attraktiver Ort entdeckt wurde, ist eine zunehmende Verdrängung ansässiger prekarisierter Menschen zu beobachten. Nicht nur steigende Mieten und der Angriff vieler selbstverwalteter linker und kulturschaffender Projekte durch Kündigung von Mietverträgen tragen dazu bei. Besonders für Betroffene von Rassismus und Klassismus wird der Kiez um die Eisenbahnstraße zum Ort der allgegenwärtigen Gefahr einer Polizeikontrolle und den repressiven Folgen. Prekarisierte, Menschen ohne Aufenthaltstitel, Drogenkonsument*innen und Wohnungslose werden so in andere Viertel am Stadtrand oder an weniger sichtbare Orte verdrängt, in denen für sie erfahrbare Gewalt und Diskriminierung meist ungesehen bleibt.

7. Soziale Strukturen brauchen öffentliche Orte – für eine Stadt für alle!

Die WVZ sorgt mit ihrer stigmatisierenden Wirkung dafür, dass Menschen nicht mehr zu sozialen und kulturellen Projekten im Viertel kommen, entweder aus Angst vor den angeblich „Kriminellen“ oder vor der Polizei. Dies betrifft vor allem Angebote für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Den Stadtteilpark „Rabet“, eigentlich der Ort mit dem regsten interkulturellen und intergenerationellen Austausch, meiden nunmehr viele stigmatisierte oder verunsicherte Menschen aufgrund intensiver Bestreifung und Überwachung.

8. Keine Täter*in-Opfer-Umkehr – Für die Möglichkeit zur Selbstverteidigung!

Sexuelle, homophobe, trans*feindliche sowie rassistische oder antisemitische Übergriffe passieren auch auf der Eisenbahnstraße. Meistens kann die Polizei da nicht sofort unterstützen. Auch haben viele Betroffene Erfahrungen mit dem Hinzurufen der Polizei gemacht, die von ihnen als kaum hilfreich, der jeweiligen Situation unangemessen oder gar gewaltförmig und diskriminierend wahrgenommen wurden. Durch das Verbot von Pfefferspray in der WVZ wird es vielen von Gewalt bedrohten Personen verunmöglicht sich selbst zu verteidigen. Dies erhöht ihr Unsicherheitsgefühl ungemein, da sie von Opfern zu Täter*innen gemacht werden.

9. Soziale Lösungen für soziale Probleme!

Die Problematiken im Viertel müssen auf sozial vielfältige, langfristige und nachhaltige Weise angegangen werden, um nicht bei bloßer Phänomenbekämpfung zu verharren und damit Folgeprobleme zu erzeugen. Priorität sollte auf der Stärkung sozialer, kultureller und selbstorganisierter Projekte liegen, indem diesen Planungssicherheiten, Räume und Kapazitäten ermöglicht werden. Soziale Lösungsansätze für Probleme wie Armut, Substanzabhängigkeit und Wohnungslosigkeit sind die Grundlage für eine soziale Sicherheit, welche Kriminalität grundlegender vorzubeugen vermag. Wir fordern daher mehr Anlaufstellen für Betroffene für Gewalt, sozialen Wohnungsbau, kostenlose Unterkünfte für Wohnungslose und einen Drogenkonsumraum im Leipziger Osten.

10. Gesamtkonzept Soziale Sicherheit statt polizeilicher Verfolgung!

Das Einzige, was das Experiment WVZ in Leipzig klar gezeigt hat, ist, dass die autoritäre Bearbeitung sozialer Probleme die Lage nicht verbessert, vielmehr noch verschlimmert oder verdrängt. Um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu erhöhen, hilft es nicht, die Polizeipräsenz immer weiter auszuweiten und die Beamt*innen systematisch Grundrechtsbrüche vollziehen zu lassen. Wir möchten einen Dialog darüber anstoßen, was tatsächliche Bedarfe im Viertel lebender Personen sind.

Anstatt die Lösung für soziale Probleme im Gefahrenabwehr- und Strafrecht zu suchen und die Befugnisse der Polizei über rechtsstaatliche Grenzen hinaus auszuweiten, wäre es notwendig ein Gesamtkonzept „Sozioökonomische Sicherheit“ vorzulegen. Dieses sollte vor allem die Sicherheit derer in den Blick nehmen, die von gesellschaftlicher Ausgrenzung und diskriminierender Gewalt betroffen sind. Dazu gehört auch die gerechte Verteilung des Vermögens, ein Ende der restriktiven Asylpolitik und des Abbaus sozialstaatlicher Standards.

Unsere Waffe heißt Solidarität! – WVZ abschießen, soziale Sicherheit stärken!

1 Im neuen Polizeigesetz, welches mit Beginn des Jahres 2020 in Kraft tritt, werden verdachtsunabhängige Kontrollen direkt in Waffenverbotszonen erlaubt. Die Konstruktion von „Gefährlichen Orten“ gem. § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SächsPolG (gültige Fassung bis Ende 2019) ist dann nicht mehr notwendig.

2 So auch ein juristisches Gutachten von KOP: https://kop-berlin.de/files/175

und https://www.heise.de/tp/features/Waffenverbotszone-in-Leipzig-4548584.html?seite=all

3 Die allermeisten Funde waren Alltagsgegenstände, die aufgrund der weiten Definition von „gefährlichen Gegenständen“ unter Strafe gestellt wurden.

Radio

Im Gespräch mit Radio Corax: https://www.freie-radios.net/98519

Bündnispartner*innen

Diese Forderungen und die Kampagne werden u.a. unterstützt von:

 

Wohnprojekt Schönerhausen

Organize Leipzig

inEUmanity Leipzig

Rassismus Tötet!

Wohnprojekt Schlicht&Ergreifend

Ostpassagetheater

Kritische Einführungswochen Leipzig

Say it Loud e.V.

Peperoncini e.V.

Prisma (Interventionistische Linke)

Ende Gelände Leipzig

Solidarische Jugend Leipzig

Rote Hilfe OG Leipzig

Anarchist Black Cross Leipzig

BO Wilder Osten

Ermittlungsausschuss Leipzig

 

 

Shoot down Waffenverbotszone – strengthen social security!

Instead of strengthening the collective feeling of security in the neighbourhood around the Eisenbahnstraße, the weapons prohibition zone (Waffenverbotszone= WVZ) has made people’s everyday lives more difficult through inadvertent violation of fundamental rights and experiences of discrimination. In November the „evaluation phase“ begins, in which the benefits of the WVZ are to be assessed.

We, an alliance of residents and local initiatives, are convinced that as an instrument of authoritarian security policy it must not be extended!

With the following 10 demands we want to express our criticism of the WVZ. We will oppose the right concept of security on which it is based with our proposals on social security, which is oriented towards the needs of all people living in the neighbourhood.

We call upon all those who support these demands to organize their own events and actions under the label #WVZabschießen!

1. Against the authoritarian turn to the Right in state and society!

The WVZ is the practical conversion of the with fears loaded narrative of a special „dangerousness“ of the Eisenbahnstraße. Again and again, „security problems“ are linked with racist propaganda against refugees and migrants, while the social and economic backgrounds of crime are concealed. The creation of a „dangerousness“ serves as a basis of legitimacy for the introduction and normalisation of stricter state surveillance measures, the dismantling of the rule of law and control practices contrary to fundamental rights.

2. Delete the unconstitutional legal basis of „dangerous places“ from the police law!

The authority of the police to intervene in suspicion-independent controls in the WVZ is the legal classification of the area as a „dangerous place“.¹ We consider this legal basis to be unconstitutional.² The classification is entirely in power of the police and is neither comprehensible nor open to legal challenge. Thus one is absolutely at the mercy of the police’s power of definition. Furthermore, the search for illegalized migrants is made possible, which represents a free pass for racial profiling.

3. End the racist and classist controlling practice of the police!

With a „suspicion-independent control“ the police uses certain patterns in order to be able to act „efficiently“. It uses – consciously or unconsciously – stereotypes of „criminal people“ to justify its control practice. The connection to appearance, skin colour, supposed origin or religion (racial profiling), as well as assumed poverty or drug consumption is inadmissible but common practice.

4. The illegal behaviour of the police must stop! Against any police violence!

It could also be observed that police(wo)men sometimes acted extremely violently during the checks, controlled outside the WVZ with a false reason and collectively refused to show their service cards as required. However, we will not give up our democratic rights as a minimum.

5. End the disproportionate violation of fundamental rights!

We consider the WVZ Regulation to be disproportionate and thus unconstitutional.

Even if there is a legitimate goal, the prevention of the much-cited „violent crime“, a higher amount of controls and threats of punishment proves is unsuitable. A deterrent effect for people who really carry a „dangerous object“ in the territory with the intention of committing an infringement can only be assumed in a few cases and has not been empirically proven by the competent authority. The analysis of the results (https://copwatchleipzig.home.blog/zwischenbilanz/) has shown that the enormous effort made by the police to find „weapons“ and „dangerous objects“ has been unsuccessful in the overwhelming majority of cases (approx. 96%).³ Due to the wide range of fundamental rights violations, this means to be inappropriate.

6. No displacement of marginalized groups from the neighbourhood!

– Against the gentrification of the East of Leipzig!

After the quarter was discovered by investors as an attractive place, an increasing displacement of local precarious people can be observed. It is not only rising rents and the attack of many self-organized left-wing and cultural projects by terminating rental agreements that are contributing to this. Especially for those affected by racism and classism, the neighborhood around Eisenbahnstraße is becoming a place of omnipresent danger of police control and repressive consequences. Precarious people, undocumented migrants, drug users and homeless people are thus pushed into other neighbourhoods on the outskirts of the city or into less visible places where violence and discrimination they have to face remain potentially unseen.

7. Social structures need public places – for a city for all!

With its stigmatising effect, the WVZ ensures that people no longer come to social and cultural projects in the neighbourhood, either for fear of the alleged „criminals“ or of the police. This applies above all to offers for children, young people and the elderly. The park „Rabet“, actually the place with the most active intercultural and intergenerational exchange, is now avoided by many stigmatised or insecure people due to intensive patrols and surveillance.

8. No perpetrators- victim-reversion: For the possibility of self-defence!

Sexual, homophobic, trans*phobic as well as racist or anti-Semitic attacks also happen on the Eisenbahnstraße. In most cases, the police cannot provide immediate support. Many affected people have also had experiences with calling the police, which they have perceived as hardly helpful, inappropriate to the respective situation and concern or even as additionally violent and discriminatory. The prohibition of pepper spray in the WVZ makes it impossible for many people threatened by violence to defend themselves. This increases their sense of insecurity tremendously, as they are turned from victims into perpetrators.

9. Social solutions for social problems!

The problems in the neighbourhood must be tackled in a socially diverse, long-term and sustainable way, so as not to remain merely concerned with combating phenomena and thus create consequential problems. Priority should be given to strengthening social, cultural and self-organized projects by providing them with planning security, space and capacities. Social solutions to problems such as poverty, addiction and homelessness form the basis for social security across all milieus, which is more capable of preventing crime fundamentally. We therefore call for more contact points, social housing, free places for homeless people and a drug consumption room in the East of Leipzig.

10. Overall concept of social security instead of police persecution!

The only thing that the WVZ experiment in Leipzig has clearly shown is that the authoritarian treatment of social problems does not improve the situation, but rather aggravates or represses it. In order to increase security in the neighbourhood, it does not help to expand the police presence further and further and to let the police systematically violate fundamental rights. We would like to initiate a dialogue on what the real needs in the neighbourhood of living persons are.

Instead of seeking solutions to social problems in prevention and criminal law and extending the powers of the police beyond the boundaries of the rule of law, it would be necessary to present an overall concept of „socio-economic security“. This should above all focus on the security of those affected by social exclusion and discriminatory violence. This also includes the fair distribution of property, an end to restrictive asylum policies and the dismantling of welfare state standards.

Our weapon is solidarity! – Shoot down WVZ, strengthen social security!

1 The new police law, which will enter into force at the beginning of 2020, allows suspicion-free controls directly in weapons prohibition zones. The construction of „dangerous places“ in accordance with § 19 I S. 1 No. 2 SächsPolG (valid version until the end of 2019) will then no longer be necessary.

2 Thus also a legal appraisal of KOP: https://kop-berlin.de/files/175, https://www.heise.de/tp/features/Waffenverbotszone-in-Leipzig-4548584.html?seite=all

3 The majority of the finds were everyday objects which were punishable by the wide definition of „dangerous objects“.

Die Waffenverbotszone ist da: Take action against the oppression!

Am Abend des 16.10.18 wurde veröffentlicht, dass die Waffenverbotszone im Raum der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten ab dem 5.11.18 eingerichtet wird. Das bedeutet für uns: Action!

Die LVZ fasst wesentliche Veränderungen zusammen: „Bestraft werden kann danach, wer laut Waffengesetz ‘Schusswaffen oder tragbare Gegenstände, die dazu geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen herabzusetzen’ mit sich trägt. Als waffenähnliche gefährliche Gegenstände gelten auch Haushaltsmesser, Schraubendreher, Hammer und andere metallene oder scharfkantige Werkzeuge oder Holzstiele, Handschuhe mit harten Füllungen sowie Reizstoffe und Tierabwehrsprays. Je nach Schwere und Häufigkeit sind Bußgelder bis zu 10 000 Euro möglich. Für private Sicherheitsdienste, Handwerker, Gastronomen und Anwohner gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen.“ Zu rechnen haben wir außerdem mit einer höheren Kontrolldichte. Rund um die Uhr also umher schleichende Streifencops, Fahrradcops, schritttempofahrende Wannen, Sachsens Bereitschaftscops, denen man* rechtsbeistandslos ausgeliefert ist. Vermutlich gibt es noch mehr Kameras. Überwachung, Einschüchterung, Verfolgung.

Die Bezeichnung „Waffenverbotszone“ ist in der Hinsicht irreführend, als dass sie „nur“ verdachtsunabhängige Kontrollen ermöglicht. Waffen mit sich herum zu tragen ist in den seltensten Fällen erlaubt und das ist auch gut so. Was es der Polizei durch die Erforschung von Verstößen ermöglicht, ist jedoch vor allem die Suche nach Menschen, die keinen Aufenthaltstitel bekommen und deswegen kriminalisiert werden. Racial profiling – Kontrollen sind gängige rassistische Praxis und werden immer wieder herangezogen, um die Kriminalitätsstatistik aufzupolieren. Als migrantisch geprägtes Viertel eignet sich die Verfolgung also gerade gut.

2016 wurden im Gebiet Eisenbahnstraße/Rabet sechs Straftaten gegen das Leben, 55 Raubstraftaten, 199 Körperverletzungsdelikte, 44 Bedrohungen, 13 Sexualdelikte und 149 Drogendelikte erfasst. Wir haben keine Motivation Verletzung von Leben, Körper, Freiheit und sexueller Selbstbestimmung kleinzureden. Selbst eine Tat wäre zu viel. Jedoch sollte beachtet werden, dass die Anzahl nur die Anzeigen darstellen und keine Aussage darüber treffen, ob sich der Verdacht erhärtet hat. Setzt man* dies noch in Relation zum abgebildeten Zeitraum und stellt fest, dass die Menge der Straftaten in den letzten Jahren eher rückläufig war, lesen sich diese Zahlen doch noch mal anders. Wo man* nach Straftaten sucht, findet man* sie eben auch.

Mit der Waffenverbotszone wollen wir die Sicherheit der Bürger erhöhen. Auch wenn sie kein Allheilmittel ist, so ist die Waffenverbotszone ein wichtiger Baustein in dem sicherheitspolitischen Gesamtkonzept für Leipzig, begründet Innenminister Roland Wöller (CDU) in der LVZ. Das einzige, was hier erhöht wird, ist allerdings ein Gefühl der ständigen Kontrolle, der andauernden Angst von der Polizei abwertend und gewaltvoll behandelt zu werden und eine Richtung, in der Freiheiten immer weiter eingeschränkt werden. Das Sicherheitsargument dient nur dem Ausbau eines Sicherheitsapparates, der uns überwacht, kontrolliert und unterdrückt.

Kriminalität ist nur die Erscheinungsform sozialer Probleme und das Vorgehen gegen die kriminalisierten Personen höchstens Verdrängung, die Zerstörung einer Lebensperspektive und die Verstärkung sozialer Ungleichheiten. Das „Allheilmittel“, von dem Wöller spricht, wäre ein solidarisches Miteinander, in der soziale Probleme gelöst werden, in dem die Ursachen behoben werden, anstatt die Störer zu bekämpfen.

Schon seit Monaten bereiten wir uns deswegen mit Infomaterial, Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen, Demos und Workshops auf diese Ernennung vor. Wir werden uns die Eingriffe in unsere Freiheiten und das Recht auf Leben im öffentlichen Raum nicht nehmen lassen. Eurer Waffenverbotszone setzen wir unsere Waffe der Solidarität entgegen.

Ihr kontrolliert uns → wir kontrollieren euer Handeln. Wie das aussehen kann und weitere Informationen, findest du in unserem Basistext (https://copwatchleipzig.home.blog/2018/09/12/basistext/).

Die „feierliche“ Eröffnung am 5.11.18 mit Wöller und Oberbürgermeister Jung werden wir nicht widerspruchs- und protestlos hinnehmen.

Die Waffenverbotszone ist da: Take action against the oppression!

Am Abend des 16.10.18 wird veröffentlicht, dass die Waffenverbotszone im Raum der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten ab dem 5.11.18 eingerichtet wird. Das bedeutet für uns: Action!

Die LVZ fasst wesentliche Veränderungen zusammen: „Bestraft werden kann danach, wer laut Waffengesetz ‚Schusswaffen oder tragbare Gegenstände, die dazu geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen herabzusetzen‘ mit sich trägt. Als waffenähnliche gefährliche Gegenstände gelten auch Haushaltsmesser, Schraubendreher, Hammer und andere metallene oder scharfkantige Werkzeuge oder Holzstiele, Handschuhe mit harten Füllungen sowie Reizstoffe und Tierabwehrsprays. Je nach Schwere und Häufigkeit sind Bußgelder bis zu 10 000 Euro möglich. Für private Sicherheitsdienste, Handwerker, Gastronomen und Anwohner gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen.“ Zu rechnen haben wir außerdem mit einer höheren Kontrolldichte. Rund um die Uhr also umher schleichende Streifencops, Fahrradcops, schritttempofahrende Wannen, Sachsens Bereitschaftscops, denen man* rechtsbeistandslos ausgeliefert ist. Vermutlich gibt es noch mehr Kameras. Überwachung, Einschüchterung, Verfolgung.

Die Bezeichnung „Waffenverbotszone“ ist in der Hinsicht irreführend, als dass sie „nur“ verdachtsunabhängige Kontrollen ermöglicht. Waffen mit sich herum zu tragen ist in den seltensten Fällen erlaubt und das ist auch gut so. Was es der Polizei durch die Erforschung von Verstößen ermöglicht, ist jedoch vor allem die Suche nach Menschen, die keinen Aufenthaltstitel bekommen und deswegen kriminalisiert werden. Racial profiling – Kontrollen sind gängige rassistische Praxis und werden immer wieder herangezogen, um die Kriminalitätsstatistik aufzupolieren. Als migrantisch geprägtes Viertel eignet sich die Verfolgung also gerade gut.

2016 wurden im Gebiet Eisenbahnstraße/Rabet sechs Straftaten gegen das Leben, 55 Raubstraftaten, 199 Körperverletzungsdelikte, 44 Bedrohungen, 13 Sexualdelikte und 149 Drogendelikte erfasst. Wir haben keine Motivation Verletzung von Leben, Körper, Freiheit und sexueller Selbstbestimmung kleinzureden. Selbst eine Tat wäre zu viel. Jedoch sollte beachtet werden, dass die Anzahl nur die Anzeigen darstellen und keine Aussage darüber treffen, ob sich der Verdacht erhärtet hat. Setzt man* dies noch in Relation zum abgebildeten Zeitraum und stellt fest, dass die Menge der Straftaten in den letzten Jahren eher rückläufig war, lesen sich diese Zahlen doch noch mal anders. Wo man* nach Straftaten sucht, findet man* sie eben auch.

Mit der Waffenverbotszone wollen wir die Sicherheit der Bürger erhöhen. Auch wenn sie kein Allheilmittel ist, so ist die Waffenverbotszone ein wichtiger Baustein in dem sicherheitspolitischen Gesamtkonzept für Leipzig, begründet Innenminister Roland Wöller (CDU) in der LVZ. Das einzige, was hier erhöht wird, ist allerdings ein Gefühl der ständigen Kontrolle, der andauernden Angst von der Polizei abwertend und gewaltvoll behandelt zu werden und eine Richtung, in der Freiheiten immer weiter eingeschränkt werden. Das Sicherheitsargument dient nur dem Ausbau eines Sicherheitsapparates, der uns überwacht, kontrolliert und unterdrückt.

Kriminalität ist nur die Erscheinungsform sozialer Probleme und das Vorgehen gegen die kriminalisierten Personen höchstens Verdrängung, die Zerstörung einer Lebensperspektive und die Verstärkung sozialer Ungleichheiten. Das „Allheilmittel“, von dem Wöller spricht, wäre ein solidarisches Miteinander, in der soziale Probleme gelöst werden, in dem die Ursachen behoben werden, anstatt die Störer zu bekämpfen.

Schon seit Monaten bereiten wir uns deswegen mit Infomaterial, Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen, Demos und Workshops auf diese Ernennung vor. Wir werden uns die Eingriffe in unsere Freiheiten und das Recht auf Leben im öffentlichen Raum nicht nehmen lassen. Eurer Waffenverbotszone setzen wir unsere Waffe der Solidarität entgegen.

Ihr kontrolliert uns → wir kontrollieren euer Handeln. Wie das aussehen kann und weitere Informationen, findest du in unserem Basistext (https://copwatchleipzig.home.blog/2018/09/12/basistext/).

Die „feierliche“ Eröffnung am 5.11.18 mit Wöller und Oberbürgermeister Jung werden wir nicht widerspruchs- und protestlos hinnehmen, denn: Kriminell ist das System – Nicht wir!

Polizeigesetz

Antirassistische Kritik am neuen sächsischen Polizeigesetz, Kapitalismus, Staat und Grenzen

„Befreiung als einzige Alternative

Kein Polizeigesetz der Welt kann uns die Freiheit schenken, nach der wir suchen
– eine Gesellschaft ohne Diskriminierung, ohne Abwertung von Menschen, ohne
Grenzen. Wir sind gegen die geplanten Reformen, ohne für die Erhaltung des
Status Quo zu sein.“

Zusammen mit unseren Friends von inEUmanity Leipzig (www.ineumanity.noblogs.org) haben wir eine antirassistische Kritik am neuen sächsischen Polizeigesetz, Kapitalismus, Staat und Grenzen geschrieben.

Dies entstand aus der inhaltlichen und organisatorischen Mitarbeit unserer Gruppen in der linksradikalen Fraktion #keinpolizeigesetz (www.keinpolizeigesetz.noblogs.org) des Großbündnisses #polizeigesetzstoppen (www.polizeigesetz-stoppen.de).

 

hier geht’s zum PDF: AntiraSachsPolfinal

Termine

SOS 110 – Was darf die Polizei? Workshop zum Verhalten bei Polizeikontrollen

Samstag, 13.12.2025, 15-18h, Torgau

In diesem Workshop werden wir uns gemeinsam damit beschäftigen was die Polizei eigentlich darf – und was nicht.

📧 Anmeldung: lipsandbats@web.de oder über Instagram. Nach der Anmeldung bekommt ihr den genauen Ort mitgeteilt – oder fragt die lokalen Landwirt*innen eures Vertrauens.

💬 Kostenlos! keine Vorkenntnisse nötig!
Bringt eure Erfahrungen, Fragen, Sorgen oder einfach nur Interesse mit.

Wir freuen uns auf euch – kommt vorbei, erzählt es weiter und lasst uns gemeinsam handlungsfähig werden! 💜

https://www.instagram.com/p/DRCWQrxDbiz/?img_index=1

Abolitionistischer Bar-Abend

Samstag, 13.04.2024, 19h

Get to know your local copwatch! Drinks und Bier gegen die Staatsmacht und zum Erhalt linker Räume.
Solidary bar event to support local leftist spaces.

Küche für Alle: Copwatch kocht was!

Freitag, 22.03.2024, 19h

Korner56, 19h, Konradstr. 56, 04315 Leipzig

Lecker Soli-Essen mit einer Extra-Prise Bullenhass. Bringt Eure Leute mit!
Solidary kitchen: delicious food provided by copwatch. Bring your friends and family!

Vortrag: Die Abschaffung der Polizei

Samstag, 24.02.24 19 Uhr

AZ Conni, Dresden

https://www.azconni.de/termine/az-conni-soliparty/

Soli-Küfa, Kino & Austausch über den “15. März: Internationaler Tag gegen Polizeigewalt”

Sonntag, 18. Februar 2024, 17-20 Uhr
Im Index Leipzig
mit le_diasporique und CopWatch Leipzig.
Weitere Informationen zum Ort per E-Mail: le_diasporique@riseup.net

Um den 15.03. und das Problem der Polizeigewalt und -verbrechen zu thematisieren, organisiert le_diasporique in Kooperation mit Copwatch Leipzig einen Info- und Vernetzungsnachmittag.

Solidarity kitchen, cinema & exchange about “15 March: International Day against Police Violence”
taking place at Index Leipzig
with le_diasporique and CopWatch Leipzig.
Further information about the location by e-mail: le_diasporique@copwatchleipzig

We are organising an information and networking afternoon in cooperation with Copwatch Leipzig to discuss March 15 and the problem of police violence and crime by the police in general.

Küche für Alle: Hanau Support mit EisifürALLE

16.02.2024, ab 18h

Wurzner Str. 1, 04315 Leipzig

KüfA mit EisifürALLE anlässlich des Hanau Gedenkens.
https://www.instagram.com/eisifuralle/p/C3N12MPsUYm/

Workshop: Was tun bei Polizeikontrollen?

So., 12.11.23 14-16 Uhr

Hamburg Stadteilzentrum Kölibri Hein-Köllisch-Platz 12

mit GWA St. Pauli, Copwatch Hamburg und uns

Jour Fixe: CopWatch Leipzig zu Gast an der BURG

Dienstag, 7. November 2023, 18 Uhr
Raum 103/104, Villa, Campus Design, Neuwerk 7

https://www.burg-halle.de/hochschule/information/aktuelles/a/jour-fixe-copwatch-leipzig-zu-gast/

Ausgehend davon, dass Design sozio-politische Hierarchien widerspiegelt, diskutieren wir, wie die Uniformierung die Gewaltbereitschaft der Polizei beeinflusst. CopWatch Leipzig wird über die Geschichte der Polizei und die Militarisierung der Institution im Kontext autoritärer Entwicklungen in Deutschland sprechen. Im Austausch mit der Studierenden Pegah Musawi Natanzi untersuchen sie das Erscheinungsbild von Uniformen und fragen nach der Materialisierung von Macht, Gewalt & Handlung in Kleidungsstücken und Objekten. Nach dem Dialog wird die Gelegenheit für Diskussion & offenen Austausch geboten.

Mobi- und Info-VA #Justice4Mouhamed

Mobi Vortrag mit dem Solikreis aus Dortmund 9.7. / 19 Uhr / Konradstr. 56 Leipzig Mobi- und Info-VA Demo Plakat für die Demo „Es gibt 1000 Mouhameds. Sie verdienen Gerechtigkeit“ Dortmund Der Jugendliche Mouhamed Lamine Dramé wurde am 8.8.22 von der Polizei erschossen

9.7. / 19 Uhr / Konradstr. 56 Leipzig

Am 8. August 2023 jährt sich der Mord an Mouhamed Lamine Dramé durch die Polizei der Dortmunder Nordwache. Der 16-jährige Jugendliche, der zuerst durch die Beamt*innen mit Pfefferspray und Teaser attackiert wurde, verstarb kurz nach dem Einsatz an den Schüssen aus der Maschinenpistole, ohne dass er eine Gefahr für andere darstellte.

Der Solidaritätskreis justice4mouhamed ruft zu einer bundesweiten Demonstration am 12. August 2023 auf, um gegen rassistische Polizeipraktiken aufzubegehren und gemeinsam mit unseren Verbündeten für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Aus diesem Anlass sprechen Freund*innen aus Dortmund über das Versagen der und die strukturellen Probleme innerhalb der Polizei und Sicherheitsbehörden und berichten über die Erfahrung einer guten linken Organisierung und Zusammenhalt, um Lügen von Polizei und Innenministerium aufzudecken und immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen.

Westtour 2023

11.5.23 Vortrag: Abolish The Police! Wie kann das gehen?

19.00 Uhr im Café Mundgerecht Köln

@denkodrom, @antifaessenwest, @cafe_mundgerecht, @kreischfestival, @agr_essen, @antirassismustelefonessen

Vorträge im Pott
Copwatch Leipzig on Tour mit Logo und Daten:
11.5. Essen
12.5. Bochum
14.5. Köln
16.5. Dortmund

12.5.23 Workshop: Feministische Polizeikritik

19.00 Uhr im Oval Office Bochum @ovalofficebar

14.5.23 Workshop: Feministische Polizeikritik

TBA, aber aufm Tattoo Circus Köln @tattoocircus

16.5.23 Workshop: Wie intervenieren in Polizeikontrollen?

19.00 Uhr im Nordpol Dortmund

24.4.23 Anarchistische Tage: Feministische Polizeikritik und Barabend

ab 19.00 in der Korner56

Die Polizei löst bestehende Probleme nicht, sondern verschlimmert sie meistens noch,
indem sie diskriminierende Machtverhältnisse stabilisiert. Einführend wollen wir uns patriarchalen Strukturen im Polizeiapparat beschäftigen, dann die Argumente des Strafrechtsfeminismus beleuchten und eine Kritik daran formulieren. Abschließend stellen wir Ansätze des postkolonialen-feministischen Abolitionismus vor und schauen uns verschiedene reale Projekte an, die auf dem Weg zu einer Gesellschaft ohne Polizei und zu solidarischen Konfliktlösungen sind.

Screenshot von VA Ankündigung auf Blog 
https://anarchistischetagele.blackblogs.org/24-04-montag/

19-22 Uhr Feministische Polizeikritik – Vortrag von CopWatch + Bar @ Korner 56 (Treppe zur Bar und Klo)
von Copwatch Leipzig

Die Polizei löst bestehende Probleme nicht, sondern verschlimmert sie meistens noch,
indem sie diskriminierende Machtverhältnisse stabilisiert. Einführend wollen wir uns patriarchalen Strukturen im Polizeiapparat beschäftigen, dann die Argumente des Strafrechtsfeminismus beleuchten und eine Kritik daran formulieren. Abschließend stellen wir Ansätze des postkolonialen-feministischen Abolitionismus vor und schauen uns verschiedene reale Projekte an, die auf dem Weg zu einer Gesellschaft ohne Polizei und zu solidarischen Konfliktlösungen sind.

21.4.23 Fahrradtour und Solitresen mit Entnazifizierung JETZT!

Start ist 17 Uhr am Werk 2. Danach gehts für ca. 2 Stunden Richtung Osten, wobei wir verschiedene Stationen von Skandalen in Justiz & Polizei besuchen. Ab 19 Uhr gibts Soli-Tresen im Hinterhaus der Eisenbahnstraße 182.

5.4.23 Kino „Concerned Citizen“ und Gespräch

Ostpassage Theater Leipzig

31.3.23 Pizza Abend mit uns mit PizzaLab

Copwatch meets PizzaLab

Pizza-& Quizabend
Freitag, 31. März 18 -22 Uhr

Infomaterial / Austausch / 20.30 Quiz von Copwatch

Kommt vorbei!

Georg-Schwarz-Straße 10
04177 Leipzig

Plakat in Rot und Orange mit einem lachenden Gesicht auf einer Pizza ;)

Quizabend in #Leipzig Am 31.3. könnt ihr ab 18 Uhr im PizzaLAB mit uns ins Gespräch kommen & Pizza essen. Neben Infomaterial & einer Slideshow wird es ab 20:30 Uhr auch ein gemeinsames Quiz rund um das Thema Polizei geben. Kommt also rum und bringt eure Freund*innen mit!

20.3.23 Tischgespräch: „Hier und jetzt: Solidarität statt Polizei“ mit Sophie Pertus und uns

18.00 NDK Wurzen

https://www.ndk-wurzen.de/veranstaltungen/aktuelle/tischgespraech-hier-und-jetzt-solidaritaet-statt-polizei/

20.3.23 #Polizeikontrolle: Korpsgeist aufbrechen – wie lässt sich die Polizei kontrollieren?

Kontrollinstanzen für polizeiliches Handeln sollten im demokratischen System normal und selbstverständlich sein. Denn Polizeikräfte üben Hoheitsrechte aus, repräsentieren den Staat, üben dessen Gewaltmonopol aus und führen Waffen. Daher treffen sie besondere Pflichten, insbesondere müssen sich rechtmäßig handeln. Das kann nur garantiert werden, wenn die Rechtmäßigkeit polizeilichen Handelns auch kontrolliert wird. Doch daran mangelt es oft: Wenn das Versammlungsrecht nicht gewahrt oder Blockaden unter Einsatz von brutaler Gewalt geräumt werden. Wenn anlasslose Personenkontrollen racial profiling bedeuten. Wenn bei Körperverletzung im Amt niemand als Täter*in ermittelt wird. Wenn rassistische Beleidigungen durch Einsatzkräfte keine Folgen haben. Wenn Menschen rechtswidrig in Gewahrsam genommen werden. Wenn Menschen durch Polizeikräfte getötet werden, aber die Ermittlungen im Sande verlaufen. Oftmals sehen sich Betroffene einem übermächtigen Apparat gegenüber. Einem Apparat, indem sich rechte Netzwerke finden, sich Einheiten der Kontrolle entziehen, Munition verschwindet. Es gibt also viele Gründe, warum es eine bessere Kontrolle der Polizei braucht. Doch Aufklärung kommt selten von innen, sondern meistens von außen, etwa durch Recherchen von Journalist*innen oder ehrenamtlich arbeitenden Initiativen. #Polizeikontrolle – über die Kontrolle der Polizei, Beschwerdestellen, Ombudsbeauftragte, parlamentarische Kontrolle diskutieren Rechtsanwältin Dr. Kati Lang (Rechtsanwältin), Clara Bünger (MdB, DIE LINKE), Marie-Theres Piening, DFG-Forschungsprojekt „Police Accountability – Towards International Standards“ an der Professur für Kriminologie und Strafrecht an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und CopWatch LE, Moderation Henriette Quade (MdL, DIE LINKE). 

Wann: 20. März 2023, ab 18 Uhr

Wo: Zazie,  Kleine Ulrichstraße 22, 06108 Halle (Saale)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus 2023 statt. Der Eintritt ist kostenlos.

https://www.dielinke-fraktion-lsa.de/nc/politik/termine/

Vortrag „Abolish the Police“

11. Januar @ 17:00 – 19:00

Subbotnik, Vettersstr. 34a, 09126 Chemnitz

https://www.instagram.com/subbotnik_chemnitz/

Abolish the Police. Wie kann das gehen?

Dass die Forderung, die Polizei abzuschaffen, als Twitter-Hashtag und Demospruch immer geläufiger wird, scheint erstmal begrüßenswert. Oft bleibt es jedoch bei diesem Ausruf. Was genau damit eigentlich aber gemeint ist, wie das ablaufen soll und welche Strukturen es stattdessen bräuchte, bleibt meist offen.

In diesem Vortrag beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir direkt hier in Sachsen anfangen könnten, Alternativen zur Polizei zu entwickeln. Wir hinterfragen zunächst, wofür die Polizei in Sachsen denn gerade so gebraucht wird und welche Mittel ihr dazu zur Verfügung stehen. Danach wollen wir uns bestehende Alternativen zur Polizei anschauen, Bedürfnisse sozialer Sicherheit analysieren und Forderungen dazu aus feministischer und antirassistischer Perspektive, sowie aus der Sozialen Arbeit formulieren. Abschließend wollen wir diskutieren, welche Hürden uns dabei im Weg stehen und wie wir sie gemeinsam überwinden können.

https://subbotnik-chemnitz.de/event/vortrag-abollish-the-police-mit-copwatch-leipzig/

Workshop: Feministische Polizeikritik

So. 15.01.2023
Einlass 16:30 Uhr Beginn 17:00 Uhr
Ort Kellerperle Würzburg

Die Polizei löst bestehende Probleme nicht, sondern verschlimmert sie
meistens noch, indem sie diskriminierende Machtverhältnisse
stabilisiert. Einführend wollen wir uns mit einer
postkolonialen-feministischen Kritik der Polizei beschäftigen und
analysieren, woher die patriarchalen Strukturen im Polizeiapparat
kommen. Danach entwickeln wir gemeinsam in Kleingruppen anhand von
Alltagsszenarien Argumente für eine solidarische Gesellschaft und
Strategien für eine Konfliktlösung, welche ohne die Polizei auskommt.

23. November 2022 18 Uhr
im Café Lux Martinstr. 13 04318 Leipzig

Plakat: Wie verhalten im Fall von diskriminierenden Polizeikontrollen? 23 November 18 Uhr im Café Lux (Martinstr. 13 04318 Leipzig)

Die Polizei darf an sogenannten »gefährlichen Orten« verdachtsunabhängig Kontrollen durchführen, ist aber weiterhin an Gesetze gebunden, die ihre Befugnisse einschränken. Wir wollen uns damit beschäftigen, welches Handeln der Polizei zulässig ist, welche Rechte man als Betroffene:r von Polizeikontrollen hat und wie man intervenieren kann, wenn man diskriminierende Kontrollen beobachtet. Dabei sprechen wir über rechtliche Grundlagen, eure Erfahrungen und mögliche Argumentationshilfen. Der Workshop soll sowohl einen Raum für Fragen als auch für erfahrungsbasierten Austausch über die Polizei und damit verbundene Probleme schaffen. Der Workshop geht ca. 2 Stunden (mit Pause) – Vorkenntnisse sind natürlich keine nötig 🙂

Mi, 5.10. 17.00 „Gefährliche Orte“ in Sachsen
@Campus Augustusplatz Seminarraum 127

Fr, 7.10. 15.00 Intervenieren in Polizeikontrollen
@ Campus Augustusplatz Couchcafé im Innenhof

Di, 11.10. 17.00 Fight Fortress Europe Infotour
@ Campus Augustusplatz, Hörsaal 8

Wir rufen zu einer Kundgebung am Mo, 15.8.22 ab 19.00 Uhr im Rabet in #Leipzig auf. Innerhalb der letzten Woche wurden 4 Menschen von der #Polizei getötet. Mouhamed war einer von ihnen. Wir fordern #justice4mouhamed und #AbolishThePolice!

fancy Plakat mit Konfetti und einem „cool Sticker“ & „Sommerprogramm Copwatch #Leipzig 15.6. Vortrag zu Abolitionismus (online, AStA #Bielefeld) 23.6. Podiumsdiskussion „Kein Freund, kein Helfer. Emanzipatorische Perspektiven auf die Polizei.“ (TOP Berlin @TOP_B3RLIN
)5.7. Workshop Wie umgehen mit der #Polizei? (Streetwork #Leipzig) 7.7. Workshop Wie umgehen mit der Polizei? (Heizhaus #Grünau @heizhausleipzig
) 16. oder 17.7 Workshop Feministische Polizeikritik (JuKo #Chemnitz @AJugendkongress
)“

Do, 23.6.22 Kein Freund, Kein Helfer – Emanzipatorische Perspektiven auf die Polizei

19.00 :// about blank, Berlin

mit Bafta Sarbo (ISD), Caro Keller (NSU Watch), Benjamin Derin (Rechtsanwalt und Autor) und uns

Moderation: Matthias Monroy (CILIP)

Veranstaltungsplakat

Di. 24.5.22 Waffenverbotszonen & Gefährliche Orte in Sachsen Anhalt abschaffen – aber wie kann das gehen?

Fr. 20.5.22 Unsicherheit durch Sicherheitsbehörden – Von „Waffenverbotszonen“, „gefährlichen Orten“ & Co. (Vortrag und Diskussion)

Plakat mit Infos

Ablauf:
18 Uhr: Juristischer Input vom AK Kritische Jurist*innen Halle

18: 15 Keynote von Prof. Dr. Bernd Belina (Frankfurt a. M.)

19:30 Podiumsdiskussion mit Henriette Quade (MdL), Copwatch Leipzig, Dr. Anna Luczak (RAin in Berlin), Common Voices (Radio Corax)

Die Veranstaltung bildet den Start der Kampagne „Waffenverbotszonen abschießen – soziale Sicherheit stärken!“

Zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/5883149905034586
https://waffenverbotszonen.com/event/unsicherheit-durch-sicherheitsbehoerden-von-waffenverbotszonen-gefaehrlichen-orten-co/

Mo, 14.03.22 Film & Gespräch : Über Polizeigewalt und Rassismus in den Pariser Banlieues

19.00 im Ostpassagetheater (https://ost-passage-theater.de/) Konradstraße 27

Der Film dokumentiert physische und psychische Strategien der Polzeigewalt in Frankreich aus verschiedenen Perspektiven. (IanB, F 2020)

Im Anschluss steht der Regisseur und Aktivist IanB zum Gespräch bereit.

Trailer zum Film: https://youtu.be/Sk2EtiHhVXk


https://ost-passage-theater.de/veranstaltungen/copwatch__a_nos_corps_d%C3%A9fendants?timestamp=1647286200

Di, 15.03.22 Kundgebung in Leipzig zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt #15mrz

17.00 Augustusplatz

Mi, 23.03.22 Workshop für Jugendliche: Wie können wir gut mit der Polizei umgehen?


16-19.00 Uhr im Heizhaus Grünau
https://heizhaus-leipzig.de/

Leider müssen wir krankheitsbedingt unseren Workshop „Wie umgehen mit der #Polizei“ für Jugendliche im @heizhausleipzig und mit PERSPECTIVES verschieben. Wir haben uns so darauf gefreut und holen den daher baldmöglichst nach.

Do, 16.12.21 politischen Mittagspause

12.45-13.12 im Innenhof an der Uni Leipzig (Augustusplatz Hauptcampus)

Di, 14.12.21 Still not loving police – Kampagnenabschluss vom linxxnet

ab 19.00 Konzert livestream und talks:

COPWATCH meets KEW

In diesem Jahr gibt es wieder die Kritischen Einführungswochen an der Uni #Leipzig.

5.10. #AbolishThePolice (online)
8.10. Intervenieren in Polizeikontrollen (Präsenz Uni Leipzig)

ACHTUNG ÄNDERUNG! wird von der #UniLeipzig drinnen nicht erlaubt. Daher wird diese auf Mittwoch, 13.10 13.00 in den Uni Innenhof verschoben! Kundgebung, die das skandalisiert, dazu folgt.


12.10. 18.00 Polizei & Rassismus
(Präsenz Uni Leipzig)

https://kew-leipzig.de/programm-herbst-2021/

Fr, 6.8.21 15.30 Uhr: „hier und jetzt: Solidarität statt Polizei“    

JuKo Chemnitz: https://antifaschistischer-jugendkongress.org/zeitplan-2021/ (Anmeldung erforderlich)

„hier und jetzt: Solidarität statt Polizei“    

ausführliche Beschreibung/ long and english version:
https://copwatchleipzig.home.blog/2021/04/12/event_solidaritat_statt_polizei/

23.04.2021 18.30:

Einführung zu Abolish The Police! (online)
Inputs und Podiumsdiskussion

22.05.2021 18.30:

Leipzig und unsere soziale Sicherheit
(online)
Podiumsdiskussion

Link zu den Veranstaltungen: https://bbb.nji9.de/b/rah-jva-ygj-kmn
English: https://bbb.nji9.de/b/rah-ylz-v8z-uab (only for the sound)


In unserer kleinen Veranstaltungsreihe „hier und jetzt: Solidarität statt Polizei“ beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir direkt bei uns in Leipzig anfangen können, Alternativen zur Polizei zu entwickeln. Wir hinterfragen zunächst, wofür die Polizei in Sachsen denn gerade so gebraucht wird und welche Mittel ihr dazu zur Verfügung stehen. Danach wollen wir uns bestehende Alternativen zur Polizei anschauen, Bedürfnisse sozialer Sicherheit analysieren und Forderungen dazu aus feministischer und antirassistischer Perspektive, sowie aus der Sozialen Arbeit formulieren. Wir wollen uns dabei auch der konkreten Umsetzung widmen. Dafür laden wir uns Gäste aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen in 2 Veranstaltungen ein.

Di, 11.5.21 19.00 Uhr: Rassistische Praxis der Polizei auf der Straße und im Web

online unter: https://lecture.senfcall.de/thi-9tw-vlb-9fy
https://www.facebook.com/events/223096135818647/

Die Polizei stellt sich gerne als Freund und Helfer dar. Dass das nicht den Tatsachen entspricht ist klar: fast täglich lesen wir Berichte über Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt durch die Polizei. Wie kommt das zu Stande? Wir sprechen darüber, wie die Polizei die ungerechte Verteilung von Macht und Ressourcen in der Gesellschaft aufrechterhält, und was Rassismus und andere Diskriminierungsformen damit zu tun haben. Dazu beleuchten wir die rassistische Praxis der deutschen Polizeien, ob auf der Straße, in der Presse oder auf Social Media. Außerdem wollen wir gemeinsam diskutieren, wie Alternativen zur Polizei aussehen könnten.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Copbird Hackathons [21.-23.05.2021] statt, mehr Infos findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/1822894784543605/

Mi, 17.3.21 17.00-19.00 Uhr: Wie intervenieren in Polizeikontrollen

Online Workshop

https://zoom.us/meeting/register/tJcuc-qgqD0oHNBUxFbpo7T0S-T_WxdRNKTE

https://www.facebook.com/events/128703759103274/

Mo, 15.3.21 Aktion zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt

15.3.21 Leipzig Infostand Rabet

Ab 12.00 sind wir bei der Graffiti-Wand am Rabet. Dort wollen wir ein neues Graffiti machen, passend zum Thema Polizeigewalt.

Wir haben Infomaterial dabei, sind ansprechbar und haben auch ein offenes Mikrophon.


Übersetzungen werden in Englisch und Arabisch angeboten. Die Kundgebung ist angemeldet.

Mi, 21.10.2020 18.00 – 20.00 Uhr: Die Polizei und Twitter

Vortrag und Diskussion im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Leipzig
»Wir bitten alle friedlichen Demonstranten, sich von den vermummten Personen auch räumlich zu distanzieren.« Ob EZB-Eröffnung, G20 oder Hambi: Während politischer Großereignisse ist Twitter Teil der Einsatzstrategie deutscher Polizeien. Anhand zahlreicher Beispiele beleuchtet der Vortrag, wie die Polizei Twitter nutzt, um Protest zu delegitimieren, die mediale Diskussion zu beeinflussen und die eigene Machtposition zu festigen.
Campus Augustusplatz, Hörsaal 3 (max. 90 Personen)

Montag 26.10.2020 18.00 – 20:00 Uhr: Wie intervenieren bei diskriminierenden Polizeikontrollen?

Workshop (Präsenz) im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Leipzig
Die Polizei darf an sog. »gefährlichen Orten« verdachtsunabhängig Kontrollen durchführen, ist aber weiterhin an Gesetze gebunden, die ihre Befugnisse einschränken. Wir wollen uns damit beschäftigen, welches Handeln der Polizei zulässig ist und wie man intervenieren kann, wenn man diskriminierende Kontrollen beobachtet. Neben rechtlichen Grundlagen wollen wir uns durch Austausch von Erfahrungen Argumentationshilfen erarbeiten, damit ihr euch bei Interventionen sicherer fühlen könnt.

Campus Augustusplatz, Seminarraum 202 (Max. 24 Personen)

Hilde Resists II

9.7.20, Donnerstag 20.30 Uhr: Filmabend im Rabet (an der Graffitiwand)

Geschaut werden internationale Kurzfilme (OmU), die sich mit Fragen über Migration, Rückkehr, Heimat beschäftigen. Bringt Mundschutz und Decken mit, denkt an Abstand.

https://www.facebook.com/events/662690010952466/

10.7.20, Freitag 16-20 Uhr: Hintergründe, Ausstellung, Vernetzung

in der Eisenbahnstraße

Aus der Veranstaltungsankündigung: „In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2019 riss die Polizei einen Menschen brutal aus seiner Familie um ihn abzuschieben. Hunderte Menschen blockierten die Hildegardstraße und versuchten die Abschiebung zu stoppen. Der Polizei gelang es mit einem Großaufgebot und massiver Gewalt dennoch, das Vorhaben durchzusetzen. Viele Demonstrierende wurden verletzt, zwei Personen waren über Monate in Untersuchungshaft.

Dieser Einsatz führte einer breiten Öffentlichkeit vor Augen, mit welcher Härte der Staat eine gewaltvolle Abschiebepraxis durchsetzt. Und das in einem Viertel, in dem Polizeipräsenz und Racial Profiling alltäglich sind.

Wir wollen uns dieses Jahr mit Euch vernetzen, um zu verstehen, in welchem politischen Kontext diese Abschiebung steht. Lasst uns gemeinsam für einen solidarischen Stadtteil einstehen. Gegen Rassismus, Abschiebepraxis und Polizeigewalt.

Stationen
1: Repression w/ Soli-Kommitee
2: Abschiebepraxis w/ Flüchtlingsrat Sachsen
3: Racial Profiling w/ Unofficial Pictures
4: Polizeigewalt w/ Cop Watch LE
5: INTERVENTION“

https://www.facebook.com/events/2423119134658892/

Fr, 28.02.2020 20.00: Wie wirkt das neue Polizeigesetz?

Vortrag von einem Rechtsanwalt, organisiert vom Kein-Polizeigesetz-Bündnis keinpolizeigesetz.noblogs.org

Galerie KUB Kantstr. 18

Sa, 29.2.2020 15.00: Wie intervenieren in Polizeikontrollen?

Workshop im Rahmen des Kids Unit Wochenende

Zxrx

So, 15.3.2020 Aktion zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt

 

Vergangene

Sa, 22.2.2020 12.30: Wie intervenieren in Polizeikontrollen?

Workshop im Rahmen des Vernetzungstreffen Ost

Mariannenstr. 101

Mi, 04.12.19 18.00: Podiumsdiskussion Soziale Sicherheit

Sicherheit“ ist zu einem umkämpften Begriff geworden, der von Konservativen und Rechten vor allem mit Bekämpfung von Kriminalität und Kriminalisierung entsprechend „gefährlicher“ Gruppen verknüpft wird. Ungesehen bleiben dabei oft die Sicherheitsbedürfnisse derer, die ungerechterweise an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind. Der Ruf nach mehr Polizei und härteren Strafen führt für Betroffene meistens jedoch nur zu noch mehr Ausschluss aus der Gesellschaft. Wir wollen einen neuen Sicherheitsbegriff prägen, der vor allem auf ökonomische und soziale Sicherheit abzielt und dabei auch diskriminierende Gewalt in den Blick nimmt. Außerdem wollen wir den Zusammenhang zwischen verschiedenen Formen von Diskriminierung (Rassismus, Klassismus, Sexismus) aufzeigen und die Kämpfe dagegen verbinden.

Dazu habe wir uns Dr. Gundula Barsch, Professorin in Merseburg, eingeladen, um über Drogenkonsumräume, Verdrängung und Kriminalisierung von Drogenkonsument*innen zu sprechen(http://gundula-barsch.de/). Eine Sexarbeiterin und eine Streetworkerin, die im AK Sexarbeit organisiert sind, berichten von der Situation von Sexarbeiter*innen in Leipzig und Medinetz (http://www.medinetz-leipzig.de/index.php?id=10) von ihrem neuem Projekt zur Gesundheitsversorgung illegalisierter Personen.

Wir wollen von unseren unterschiedlichen Lebensrealitäten erzählen und fragen: Was macht uns wirklich sicher und wie können wir dies erreichen?

Ostpassagetheater, Konradstraße 27

So, 08.12.19 19.00: Interaktive Diskussion zur Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße

Die Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße besteht jetzt seit über einem Jahr und wird von der Polizei ausgewertet. Wir wollen darüber sprechen, was die Einführung der WVZ mit unserem Viertel und Sicherheitsgefühl gemacht hat und wie wir weiter damit umgehen. Einen kleinen Input bekommen wir von einer Anwohnerin, die ihre Masterarbeit über Polizeikontrollen auf der Eisenbahnstraße geschrieben hat.

Ostpassagetheater, Konradstraße 27

Sa, 30.11.19 10.30: Wie intervenieren in Polizeikontrollen?

Unser klassischer Lieblingsworkshop zum BAKJ (Bundesarbeitskreis Kritischer Jurist*innen)

Conne Island

So, 17.11. 13:00 Uhr: Demo gegen die Waffenverbotszone und für soziale Sicherheit

Beginn im Rabet – Hildegardstraße – Eisenbahnstraße – Otto-Runki-Platz

Abschluss mit Konzert

plakat1711

 

Mi, 30.10. 13:30 Uhr: Stadtratssitzung mit Abstimmung zur Beteiligung lokaler Initiativen zur Evaluation der Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße

Wir wollen zur öffentlichen Stadtratssitzung (Beginn 14:00) gehen und unserer Forderung Ausdruck verleihen, lokale Initiativen, die am meisten von der Waffenverbotszone betroffen sind, mit in die Auswertung einzubeziehen. Kommt gern mit!

Neues Rathaus, Leipzig

Do, 31.10. 19.30 Uhr: Offenes Plenum

Kritische Einführungswochen Uni Leipzig

Kohlgartenstraße 51

Di, 22.10. 17 Uhr: Autoritäre Wende?

Strategien aktueller Polizeiarbeit

Kritische Einführungswochen Uni Leipzig

Campus Augustusplatz Hörsaal 16

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Fr, 26.7. 10-13 Uhr:Wie umgehen mit Polizeigewalt?

Workshop beim Herrschaftskritischen Sommercamp der Naturfreunde Jugend, Grimma

(Anmeldung erforderlich)

Do, 23.05., 19 – 22 Uhr: Autoritäre Bearbeitung sozialer Probleme

CopWatch LE, SJL / Campus Augustusplatz / HS 11 (Hörsaalgebäude)

Durch Verräumlichung sozialer Probleme und einem zunehmend repressiven Umgang mit Kriminalität wird eine autoritäre Entwicklung vorangetrieben, der wir die Waffenverbotszone und neue Polizeigesetze verdanken. Fehlende (soziale) Sicherheit wird mit Law-and-order beantwortet. Wie begegnen wir einem versicherheitlichtem Diskurs und was können solidarische Mechanismen zur Bekämpfung sozialer Probleme sein, die meist die Grundlage von Kriminalität bilden?

Mi, 29.05., 19 – 22 Uhr: Wie intervenieren in diskriminierende Polizeikontrollen?

CopWatch LE / Campus Augustusplatz / S 202 (Seminargebäude, 2. Stock)

Die Polizei darf an sog. „gefährlichen Orten“ verdachtsunabhängig Kontrollen durchführen, ist aber weiterhin an Gesetze gebunden, die ihre Befugnisse einschränken. Wir wollen uns damit beschäftigen, welches Handeln der Polizei zulässig ist und wie man intervenieren kann, wenn man diskriminierende Kontrollen beobachtet. Neben rechtlichen Grundlagen wollen wir uns durch Austausch von Erfahrungen Argumentationshilfen erarbeiten.

 

So, 5.5.19, 18 Uhr: 6 Monate Waffenverbotszone – ein Resümee

Peter K., Ludwigstraße 81

Mit dem linken Polizeigewerkschafter Frank Tempel, der Stadtratkandidatin der LINKEN Elisa Gerbsch und dem Landtagskandidat der LINKEN Franz Sodann sprechen wir über die Waffenverbotszone. Was hat sie gebracht (Spoiler: nichts) und wie gehen wir weiter damit um? Außerdem werden Betroffene von racial profiling und Eltern von Schüler*innen der Wilhelm-Wander Schule zu Wort kommen und aus ihrer Perspektive berichten, wie es ihnen so mit der Polizeiverordnung geht.

Di, 14.05., 19 Uhr: Autoritäre Wende? Strategien gegenwärtiger Polizeiarbeit

Campus Augustusplatz / HS 11

Ob Hamburg, Katalonien, Paris oder sonstwo: ständig und immer häufiger wird radikaler Protest von hochgerüsteten Robocops angegriffen. Anschließend heißt es: „Polizeigewalt hat es nicht gegeben“. Ist das die autoritäre Wende? Oder machen die das nicht schon immer so? Wir beleuchten gegenwärtige Polizeistrategien und sprechen darüber, was das mit liberaler Demokratie, krisenhaftem Kapitalismus und allgemeinem Sicherheitsparadigma zu tun hat.

Demo gegen das Polizeigesetz in Dresden

Demonstration against the new police law in Saxony in Dresden

4th of April 2019     18:00 Albertplatz

More information: https://www.sachsens-demokratie.net/

Facebook: https://www.facebook.com/events/550582935463282/https://polizeigesetz-stoppen.de/termine/demonstration-polizeigesetz-stoppen/?mc_id=67

Aktionstag Internationaler Tag gegen (rassistische) Polizeigewalt 15.3.19

Input und Küfa zur Demo

GEGEN DEN RECHTSRUCK IN STAAT UND GESELLSCHAFT am 15.3.19

19.00 in der Hedwigstraße 6, Leipzig (Volkmarsdorf)

Demo in Frankfurt am Main am 23.3.19

GEGEN DEN RECHTSRUCK IN STAAT UND GESELLSCHAFT

Beginn 14.00 in FFM

Gemeinsame Busanreise von Dresden und Leipzig (60 Plätze)

Den Aufruf und mehr Informationen zur Demonstration findet ihr unter:    

https://gegendenrechtsruck.noblogs.org/

http://kritikundpraxis.org/2019/01/21/21-01-19-nsu-2-0-den-prozess-machen-unsere-solidaritaet-gegen-die-autoritaeren-formierung-von-staat-und-gesellschaft/

Facebook: https://www.facebook.com/events/1478980128901739/

Demo in Berlin: Familiennachzug für alle!

2nd February 2019    13:00 S-Bahnhof Friedrichstraße, Berlin
Abschlusskundgebung: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (ca. 7 Minuten Fußweg zum Hauptbahnhof)

Gemeinsam für Familiennachzug und Grundrechte!

سويا. لم الشمل والحقوق الأساسية!

Together for family reunification and fundamental rights!

همه باهم برایِ حقِ پیوستنِ اعضایِ خانواده و حقوقِ بنیادین!

Ensemble pour la réunification familiale et les droits fondamentaux!

More information: http://familienlebenfueralle.net/2019/01/update-aktionen-fuer-familiennachzug-und-grundrechte-fuer-alle-am-1-und-2-februar-2019

Facebook: https://www.facebook.com/events/2149983148397538/

Interview mit Radio Blau (Rabotz –  das Politmagazin)

31.10.18  zwischen 18.00 und 19.00

als livestream unter radioblaub.de und archiviert unter https://www.freie-radios.net/91773

Basteln und Performances vorbereiten für die Demo

Tinking and preparing performances for the demonstration

02.11.18 17.00, Ort: Ostpassage Theater

https://www.facebook.com/events/552628535176420/?notif_t=event_calendar_create&notif_id=1540810199371743

Offenes Treffen/ Open meeting

02.11.18 19.30, Ort: Helmut, Kohlgartenstraße 51

Demo

05.11.18 Aktion zur „feierlichen Eröffnung“ der Waffenverbotszone … stay tuned!

Informationsveranstaltung und Diskussion / Information Event and discussion

28.10.18 20.00 Ost-Passage-Theater

Translation to Englisch

Türkçede çeviri                                                                                             الترجمة باللغة العربية

Podiumsdiskussion

nach dem Theaterstück „NSU Monologe“ in der Schaubühne Lindenfels

Workshop: Wie intervenieren in rassistische Polizeikontrollen?

Rechtliche Grundlagen zu Befugnissen der Polizei, Waffenverbotszone und Argumentationstraining

Kritische Einführungswochen der Uni Leipzig und HTWK : 16.10.18, 11.00, Ort: Uni Leipzig Hauptcampus, Hörsaal 17

Kritisches Stadtteilfest Zufällig Osten: 02.06.18

Über uns: CopWatch LE

COPWATCH LE

*About us – English below*

Wer wir sind

Wir sind eine linksradikale Gruppe von Aktivist*innen aus Leipzig.

Unsere Themenschwerpunkte sind unter anderem autoritäre Entwicklungen, staatliche Diskriminierung insbesondere racial profiling, Polizeigewalt, Rechte Strukturen im Sicherheitsapparat, Polizeiarbeit/-skandale, Protest Policing, soziale Sicherheit, Transformative Justice, Community Organizing, Alternativen zur Polizei und Waffenverbotszone.

Wir knüpfen dabei an ein internationales Netzwerk von Copwatch Gruppen an. Die erste gab es 1990 in Berkeley, USA: https://www.berkeleycopwatch.org/history. Weitere Copwatch Gruppen in Deutschland gibt es in Frankfurt (https://copwatchffm.org/) und Hamburg (https://copwatchhamburg.blackblogs.org/

Du möchtest dich an unserer Arbeit beteiligen oder hast Fragen? Dann schreib uns doch einfach eine Mail.

Wir sprechen: Englisch, Deutsch, Arabisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Tschechisch.

Du kannst dich auch in anderen Sprachen melden, dann versuchen wir eine Übersetzung zu organisieren.

Was wir wollen

Wir von Copwatch Leipzig wollen die Polizei, wie wir sie bisher kennen, abschaffen und durch andere Mechanismen zur Herstellung von „Sicherheit“ und „Gerechtigkeit“ ersetzen. Die aus US-amerikanischen Black Power Bewegungen hervorgegangene Forderung „Abolish The Police!“ ist keine einfache Reform, die sich ohne notwendige gesellschaftliche Veränderungen vollziehen kann. Kapitalismus und Nationalstaat, als die von der Polizei zu schützende sog. „Sicherheit und Ordnung“ müssen daher ebenso überwunden werden, wie wir solidarische Mechanismen im Umgang mit Gewalt und Konflikten in unseren Communities entwickeln müssen. Der Abolishing-Ansatz ist also eingebettet in einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess, zu dem wir gemeinsam erste Schritte wagen wollen.

„Kriminalität“, deren Bekämpfung die Kernaufgabe der Polizei ist, ist zumeist ein Ausdruck sozialer Probleme, die oft aus einer sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit herrühren. Wir engagieren uns daher gegen jede Form von Diskriminierung und Unterdrückung, sei sie sexistisch, rassistisch, klassistisch, antisemitisch, queerfeindlich oder ableistisch motiviert. Diese antikapitalistische und intersektionale Kritik an unserer Gesellschaft ist uns sehr wichtig und ist grundlegend für unsere Polizeikritik.

Ein konkretes Konzept, wie wir die Polizei mittelfristig abschaffen wollen und was dafür an gesellschaftlichen Voraussetzungen notwendig ist, findet ihr hier: https://copwatchleipzig.org/ein-konzept-zur-abschaffung-der-polizei-in-deutschland/

Was wir machen

Wir möchten eine Anlaufstelle für Betroffene bieten. Dazu kann eine Mail mit den Erfahrungen, die Menschen gemacht haben, an uns geschrieben werden, damit wir die Fälle von diskriminierenden oder sonstigen rechtswidrigen Kontrollen dokumentieren und sammeln. (Was du dabei beachten solltest, kannst du hier nachlesen: https://www.copwatchleipzig.org/wie-schreibe-ich-ein-gedachtnisprotokoll/)

Niemand sollte mit diesen Erfahrungen allein gelassen werden und wir wollen die Organisierung gegen die bestehenden Zustände fördern. Sofern es gewünscht und möglich ist, kann auch ein persönliches Gespräch stattfinden, um den Ablauf der Kontrolle besser zu erfassen oder auch um emotionale Unterstützung anzubieten.

Wir können dann entweder gemeinsam einen Bericht über den Vorfall auf unserem Blog veröffentlichen oder du schreibst einen kleinen Gastbeitrag aus deiner Perspektive.

Außerdem können wir Kontakt zu Rechtsanwält*innen, Journalist*innen oder anderen Beratungs- und Dokumentationsstellen herstellen.

 

Wir wollen zum Empowerment (nicht selbst) Betroffener fördern. Dazu sollen Texte, die Plakate, Flyer und Workshops beitragen. Welche rechtlichen Grundlagen für polizeiliches Handeln gibt es? Wie kann ich am besten in eine Kontrolle intervenieren? Wir wollen als Betroffene und Unterstützer*innen gemeinsam lernen, wie wir dem staatlichen Gewaltmonopol entgegentreten können. 
Hier findest du einige unserer Materialien:
https://copwatchleipzig.org/wie-intervenieren/
https://copwatchleipzig.org/was-darf-die-polizei-was-darf-ich/

 

Uns ist es wichtig Druck auf die Polizei aufzubauen, in Verknüpfung mit einer radikalen Kritik an der repressiven Politik und dem ausgrenzenden System dahinter.

Rechte und rechtswidrig handelnde Polizist*innen dürfen sich nicht länger sicher in den sog. Sicherheitsapparaten fühlen. Daher rufen wir zur solidarischen Begleitung von Polizeikontrollen auf und fordern längst überfällige realpolitische Reformen, um überhaupt erst mal einen rechtsstaatlich/demokratischen Minimalstandard zu erreichen. Dies stellt unserer Meinung nach auch keinen Widerspruch zu unserem grundsätzlich abolitionistischen Ansatz dar.

Wir verstehen uns als Teil einer internationalen linken Bewegung und wollen verschiedene Kämpfe miteinander verbinden. Deswegen ist auch Vernetzung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Auch über die Bewegung hinaus wollen wir uns aktiv in Diskussionen über unsere Gesellschaft einbringen. Dabei stellen wir insbesondere die Rolle der Polizei und ihre vermeintliche Alternativlosigkeit infrage.

Einen kleinen Überblick über unsere Aktivitäten gibt es hier: https://copwatchleipzig.org/dates/

Wofür wir außerdem immer angefragt werden können:

Zum Beispiel Interviews, Redebeiträge, Texte, Workshops, Demo-Support, Demo-Beobachtung, Teilnahme an Vernetzungstreffen, Konferenzen und Veranstaltungen

 

Selbstbeschreibung 500 Zeichen (für Presse):

Copwatch Leipzig ist eine linksradikale Gruppe, die zu Polizei, autoritärer Entwicklung, Racial Profiling, Polizeigewalt, Protest Policing & Transformative Justice arbeitet. Sie wollen eine Anlaufstelle für Betroffene von rechtswidriger & diskriminierender Polizeiarbeit sein. Sie machen Bildungsarbeit, um Polizeikontrollen kritisch zu begleiten und um über Rechte, sowie polizeiliche Befugnisse Bescheid zu wissen. Sie setzen sich gegen jede Art von Diskriminierung & staatliche Unterdrückung ein.

English

(all quoted sources are on our blog in English as well)

Who we are

We are a radical left group of activists from Leipzig.
Our main topics are authoritarian developments, state discrimination especially racial profiling, police violence, right-wing structures in the so-called security apparatus, police work/scandals, protest policing, social security, transformative justice, community organizing, alternatives to the police and gun prohibition zones („Waffenverbotszone“).

In doing so, we connect to an international network of Copwatch groups. The first one was founded in 1990 in Berkeley, USA: https://www.berkeleycopwatch.org/history. There are other Copwatch groups in Germany in Frankfurt (https://copwatchffm.org/) and Hamburg (https://copwatchhamburg.blackblogs.org/).

You want to participate in our work or have questions? Then just send us an email.

We speak: English, German, Arabic, French, Spanish, Portuguese, Czech.
You can also contact us in other languages, then we try to organize a translation.

What we want

We from Copwatch Leipzig want to abolish the police as we know it so far and replace it with other mechanisms to establish „security“ and „justice“. The demand „Abolish The Police!“ that emerged from US Black Power movements is not a simple reform that can take place without necessary social changes. Capitalism and the national state, as the so-called „security and order“ to be protected by the police, must therefore be overcome, just as we must develop solidarity-based mechanisms for dealing with violence and conflict in our communities. The abolishing approach is thus embedded in a process of transformation of society as a whole, towards which we want to take the first steps together.

„Crime,“ the main task of the police, is mostly an expression of social problems, often stemming from social and economic inequality. We are therefore committed to opposing any form of discrimination and oppression, be it sexist, racist, classist, anti-Semitic, queerphobic or ableist. This anti-capitalist and intersectional critique of our society is very important to us and fundamental for our critique of the police.

A concrete concept of how we want to abolish the police in the medium term and what social preconditions are necessary for this can be found here: https://copwatchleipzig.org/wp-content/uploads/2021/04/concept_abolish-the-police_version1.pdf

What we do

We would like to offer a contact point for those affected by unlawful or unsocial behaviour of police. To do this, you can send us a mail with the experiences people have had, so that we can document and collect cases of discriminatory or other unlawful controls. (You can read about what you should consider here: https://copwatchleipzig.org/wie-schreibe-ich-ein-gedachtnisprotokoll/).

No one should be left alone with these experiences and we want to encourage organizing against the existing conditions. If it is desired and possible, a personal conversation can also take place to better understand the process of the control or to offer emotional support.
We can then either jointly publish a report about the incident on our blog or you can write a small guest post from your perspective.

In addition, we can establish contact with lawyers, journalists or other counseling and documentation centers.

We want to promote the empowerment of those affected and supporters. Texts, posters, flyers and workshops will contribute to this. What is the legal basis for police action? How can I best intervene in a control? We want to learn together as affected and supporters how we can counter the state’s monopoly on the use of force. 
Here you can find some of our materials:
https://copwatchleipzig.org/wie-intervenieren/
https://copwatchleipzig.org/was-darf-die-polizei-was-darf-ich/

It is important for us to build up pressure on the police, in connection with a radical critique of the repressive politics and the exclusionary system behind it.
Right-wing and illegally acting police officers must no longer feel safe in the so-called security apparatuses. Therefore, we call for the solidary accompaniment of police controls and demand long overdue real political reforms in order to achieve a minimum standard of the rule of law/democracy in the first place. We don’t see this as a contradiction to our abolitionist demands.

We see ourselves as part of an international left movement and want to connect different struggles. Therefore, networking is an important part of our work. We also want to actively participate in discussions about our society beyond the movement. In particular, we question the role of the police and their supposed lack of alternatives.

A small overview of our activities can be found here: https://copwatchleipzig.org/dates/.

What else we can always be asked for:

For example, interviews, speeches, texts, workshops, demo support, demo observation, participation in networking meetings, conferences and events.

Self-description for press:

Copwatch Leipzig is a radical left group working on police, authoritarian development, racial profiling, police violence, protest policing & transformative justice. They want to be a contact point for those affected by unlawful & discriminatory policing. They do educational work to critically accompany police checks and to know about rights, as well as police powers. They stand up against any kind of discrimination and state oppression.

usefull links

*English below*

 

Hier sollen eine Reihe von hilfreichen Links gesammelt werden, die sich mit dem Thema Rassismus, racial profiling und Polizeipraxis auseinandersetzen.

 

Polizei und Rassismus

Rassismus durchzieht die ganze Gesellschaft. Auch die Polizei ist nicht frei davon:

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/polizei-und-rassismus-%E2%80%93-wider-der-legende-bedauerlicher-einzelf%C3%A4lle

Bericht eines jungen Polizisten über Korpsgeist und Rassismus:

https://www.jetzt.de/politik/rassismus-in-der-polizei-ein-junger-polizist-berichtet

 

Interessante Urteile

Racial profiling:

Grundsatzentscheidung – Rechtswidrigkeit der Befragung und Kontrolle einzig bzw. ausschlaggebend wegen der Hautfarbe des Klägers als rechtswidrig und gegen das Diskriminierungsverbot aus Art. 3 Abs. 3 GG verstoßend
https://www.buzzfeed.com/de/marcusengert/racial-profiling-urteil-kontrollen-bundespolizei?utm_term=.wtn5yGnzk#.clbOnmN48

Mehr Infos dazu unter:

http://anwaltskanzlei-adam.de/index.php?id=36,1362,0,0,1,0

http://www.anwaltskanzlei-adam.de/index.php?sonderseiten-vg-koblenz-presseinformationen

 

Eine ganze Menge Urteile und Kommentare dazu findest du bei unseren friends der BürgerInnen beobachten Polizei und Justiz:

https://www.buerger-beobachten-polizei.de/rechtliches/urteile

 

Interventionen in Kontrollen

Fotografieren von Polizist*innen:

Vorsicht beim Fotografieren von Polizisten

 

 

*English*

 

Here you will find a number of helpful links dealing with racism, racial profiling and police practice.

 

Police and Racism

Racism permeates the whole of society. Also the police is not free of it:

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/polizei-und-rassismus-%E2%80%93-against-the-legendary-single-single-suffering-%C3%A4lle
Report of a young policeman about corps spirit and racism:

https://www.jetzt.de/politik/rassismus-in-der-polizei-ein-junger-polizist-berichtet

 

Interesting judgments

Racial profiling:

Fundamental decision – illegality of the questioning and control solely or decisively due to the plaintiff’s skin colour as illegal and violating the prohibition of discrimination under Article 3 of the Grundgesetz (German constitution)
https://www.buzzfeed.com/de/marcusengert/racial-profiling-urteil-kontrollen-bundespolizei?utm_term=.wtn5yGnzk#.clbOnmN48

More infos:

http://anwaltskanzlei-adam.de/index.php?id=36,1362,0,0,1,0

http://www.anwaltskanzlei-adam.de/index.php?sonderseiten-vg-koblenz-presseinformationen

 

A lot of judgments and comments can be found at our friends of citizens observe police and justice:

https://www.buerger-beobachten-polizei.de/rechtliches/urteile

 

Interventions in controls

Photographing police(wo)men:

Vorsicht beim Fotografieren von Polizisten

 

Redebeiträge & Speeches

WVZ Abschießen – Soziale Sicherheit stärken!

Best of Arguments

In einem Rechtsstaat hat auch die Zivilgesellschaft das Recht und die Pflicht die Durchführung staatlicher Maßnahmen zu begleiten.
Demokratie bedeutet eben auch, dass die Zivilgesellschaft staatliches Handeln kritisch beobachten kann.
Schließlich werden Sie ja auch von meinen Steuern bezahlt!
Verdachtsunabhängig? Das war jetzt sicher richtiger Zufall und nicht auf Stereotypen basierende Vorurteile.

Was tun und Warum?

Leben, statt überwacht zu werden!

*English below*

Waffenverbotszone

Das Gebiet Eisenbahnstraße ist seit dem 05.11.2018 zur Waffenverbotszone ernannt, nachdem es zeitweise schon als Kontrollgebiet ausgezeichnet wurde. Eine solche Einstufung gibt der Polizei die Befugnis Menschen zu kontrollieren, ohne dass es einen Grund dafür braucht: verdachtsunabhängig. Allerdings auch nur, weil das Gebiet ein sog. „gefährlicher Ort“ nach dem Polizeigesetz ist und diese intransparente und rechtsunsichere Einstufung der Polizei die Befugnis dazu gibt.
Mehr Infos gibts bei Reports – Einrichtung der WVZ.

Racial profiling und institutioneller Rassismus

 Von solchen Kontrollen sind hauptsächlich Menschen betroffen, die für die Polizei „ausländisch“ aussehen. Das gezielte Aussuchen nach dem äußeren Erscheinungsbild einer Person nennt man ‚racial profiling‘ und es ist diskriminierend, weil es Menschen aufgrund ihres Aussehens als „kriminell“ einstuft. Rassismus prägt unsere Gesellschaft und zieht sich so auch durch staatliche Institutionen, was sich auf der Straße vor allem durch Polizist*innen äußert, die aufgrund ihres vermeintlichen „Erfahrungsschatzes“ kriminelles Verhalten öfter bei Menschen vorfinden, bei denen sie einen Migrations- und/oder Fluchthintergrund vermuten.
Diesen „Erfahrungsschatz“ völlig zu negieren ist nicht möglich, jedoch muss deutlich hervorgehoben werden, warum es de facto so scheint, als würden sich Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft öfter kriminell verhalten.
Zum einen werden sie, aufgrund rassistischer Stereotype, häufiger kontrolliert, was natürlich dazu führt, dass auch bei ihnen öfter Dinge oder Verhalten gefunden werden kann, dass nicht der gesetzlichen Norm entspricht. Zum anderen sind Menschen mit Migrationshintergrund gerade WEIL sie ständig diskriminiert werden öfter in prekären Lebenssituationen, sodass ihnen oft kaum eine andere Chance bleibt als Drogen zu verkaufen oder zu klauen. Dass das Fehlen einer Arbeitserlaubnis und zu geringe staatliche Unterstützung kausal dafür sind, bilden die Kriminalitätsstatistiken nicht ab. Eine weitere Ursache ist auch, dass es viele Delikte gibt, die überhaupt nur von Ausländern begangen werden können, wie bspw. das Fehlen einer gültigen Aufenthaltserlaubnis.
Racial profiling verstößt gegen das Diskriminierungsverbot und den Gleichheitsgrundsatz, der im Art. 3 Absatz 1 des Grundgesetzes steht. Dementsprechend kann es bei einem Verstoß von staatlichen Behörden auch gerichtlich geltend gemacht werden. 
Dies kann allerdings nicht ausreichen, weil Rassismus ein gesellschaftliches Problem ist, welches wir in unserem direkten Umfeld, in social media und in der Gesamtgesellschaft bekämpfen müssen.
Neben Rassismus gibt es auch noch viele weitere Arten von Diskriminierung, was sich im Handeln der Polizei auch öfter zeigt. Zum Beispiel Antiziganismus und Transfeindlichkeit. (Was ist das?! Infos gibts u.a. hier: https://www.gedenkstaetten-bw.de/sinti_roma_antiziganismus.html und https://hirngefickt.wordpress.com/2015/12/04/hilfe-ich-diskriminiere-transfeindlichkeit/)

Was tun?!

Um einen Beitrag gegen Rassismus in deinem direkten Umfeld zu leisten, kannst du in eine Polizeikontrolle einschreiten. Im Folgenden sollen dafür einige Tipps gegeben werden, wie man sich dabei  verhalten kann.
Ziel einer Intervention sollte es sein, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und der Polizei zu symbolisieren, dass es eine kritische Öffentlichkeit gibt, so dass sie nicht unbeobachtet machen können, was sie wollen. 
Bring dich dabei aber nicht selbst in Gefahr und sehe vor allem von körperlichen Aktionen gegen Cops (§113 StGB) ab. Bevormunde Betroffene nicht und nimm dies auch nicht als Bühne dafür ein paar Street Credits zu ergattern. 
Versuche auch nicht, die Person zu verteidigen, denn oft hast du keine Kenntnis über sie und ein Verstoß gegen ein Gesetz kannst du nicht mit Sicherheit verneinen. Angreifbar ist meist nicht das kriminalisierte Verhalten der Person, sondern die Rechtmäßigkeit des Handelns der Polizei. Dazu zählt vor allem Unverhältnismäßigkeit, Verstoß gegen Art. 3 I GG  und dass sie den Betroffenen einen Beistand gewähren (dazu gleich unten).
Auch kann eine weitere Betreuung von Freund*innen der Betroffenen hilfreich sein, wenn sie mit der Situation überfordert sind.
Was nicht Ziel sein sollte ist um jeden Preis zu verhindern, dass Person mitgenommen wird. Sind bspw. die Personalien der Person nicht feststellbar, so gibt es die entsprechende Rechtsgrundlage im Sächsischen Polizeigesetz. 
Der folgende Absatz wird nun einzeln auf Stufen der Intervention eingehen. 

1. Beobachtung

Verschaffe dir zunächst Überblick über Situation. Dazu kannst du zunächst aus etwas Distanz beobachten, wer kontrolliert wird, was durchsucht wird und wie die Stimmung der Kontrolle ist.
Dazu kannst du auch andere herumstehende Personen oder Freund*innen der Betroffenen ansprechen und mit ihnen zusammen handeln.
Du hast etwas Zeit und traust dich? Dann geh etwas näher ran und symbolisiere der Betroffenen und der Polizei, dass du da bist und aktiver Teil des Geschehens werden möchtest.

2. Kontaktaufnahme Betroffene

Sprich nun aktiv die Betroffenen an und biete ihnen deine Unterstützung an. Eine rechtliche Grundlage gibt es dafür in § 14  Absatz 4 Satz 1 VwVfG (Verwaltungsverfahrensgesetz). Dadurch kannst du der Beistand der Betroffenen werden, in dem diese deiner Frage einfach zustimmen. Dieses gibt es wegen des Gebots des fairen Verfahrens und leitet sich aus dem Rechtsstaatsprinzip und der Grundrechte-Charta (EU) ab. Du bist, im Gegensatz zur einer Bevollmächtigten*, dann keine Vertretung, sondern „nur“ zur (moralischen) Unterstützung, indem ihr gemeinsam handeln könnt. So gilt alles, was du sagst als von den Betroffenen vorgetragen, wenn diese nicht sofort widersprechen. Beistand kann jede*r werden. Eine Zurückweisung  durch die Polizei ist nur unter sehr strengen Voraussetzung möglich. Zum Beispiel bei fehlender Eignung: intellektuelle (mangelnde Sachkunde) oder emotionale (persönliche Angriffe) Gründe muss es dafür geben. Lass dich nicht so schnell abwimmeln, denn dies ist ein sehr starkes Instrument, um die Kontrolle kritisch zu begleiten und den Betroffenen das Gefühl zu geben nicht allein zu sein. Die Polizei darf dich nicht wegen „Störung der Maßnahme“ wegschicken und wenn sie es doch versuchen: widersprich!
Nun kann es richtig losgehen: hat die Person Sprachprobleme und benötigt eine Übersetzung? Soll jemand informiert werden?
Gib der Person den Hinweis, dass sie ein Recht darauf hat, den Namen und die Dienstnummer der Beamt*innen zu erfragen. Die Rechtsgrundlage dafür ist § 8 Satz 1 SächsPolG.

3. Aufmerksamwerden Polizei

Spätestens nach der Beistandserklärung werden nun auch die Cops auf dich aufmerksam. Frage ruhig und freundlich nach dem Anlass, der Rechtsgrundlage und dem Verdacht für die Kontrolle (auch wenn sie bei der Errichtung einer Waffenverbotszone diesen nicht mehr brauchen).
Weise sie auf das Verbot von diskriminierenden Kontrollen hin. Dazu geben dir Art. 3 I GG und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz rechtliche Grundlagen. Sollten sie keine Rechtsgrundlage (oder Verdacht) haben, ist die Kontrolle unzulässig und rechtswidrig. Du kannst sie auffordern, die Kontrolle abzubrechen und alle erhobenen Daten zu löschen. 
Wollen sie auch deine Daten erheben ist nur das verpflichtend, was auf deinem Personalausweis steht. Rechtlich belangen können sie dich für das Beistandsein nicht, solange du nicht beleidigend oder körperlich wirst.
Lasse dich nicht auf Provokationen ein und auch nicht einschüchtern! Die Beobachtung von Polizeieinsätzen ist absolut legitim (dazu: https://www.buerger-beobachten-polizei.de/beobachter-rechtlicher-status/verwaltungsgericht-freiburg-bestaetigt-recht-auf-polizeibeobachtung)!

4. Beistehen

Im weiteren Verlauf kannst du Fotos von der Situation machen. Dabei solltest du dich darauf vorbereiten, dass Cops Stress machen können, wenn sie das sehen. Die Rechtslage in Bezug auf das direkte Fotografieren von Polizist*innen ist schwierig, da gerade sie als Einzelpersonen im Mittelpunkt der Aufnahme stehen und deswegen, wie alle anderen auch, durch das „Recht am eigenen Bild“ geschützt sind. Allerdings kannst du argumentieren, dass hier Beweise gesichert werden und gerade wenn körperliche Gewalt seitens der Polizei angewendet wird, deswegen ein öffentliches Interesse für die Aufnahme gegeben ist.  Insgesamt also schwierig, auch weil deine Kamera bzw. Handy beschlagnahmt werden kann (wenn auch nur, wenn sie dir Tatsachen nennt, die die Annahme rechtfertigen, dass du sie später ohne Unkenntlichmachung der jeweiligen Beamt*in veröffentlichen willst). Ein empfehlenswerter Artikel hierzu findest du auf: https://www.rechtambild.de/2013/04/vorsicht-beim-fotografieren-von-polizisten/ und https://www.buerger-beobachten-polizei.de/rechtliches/rechtshilfe-demotipps#filmen.
Sammle die Daten von Zeug*innen, die die Situation auch beobachten, um später Beweise für den Verlauf der Kontrolle zu haben.
Auch kannst du laut werden und Aufmerksamkeit von Umherstehenden generieren. Das wird die Cops sicher nerven und auch verunsichern, weil sie nun von einer breiteren Öffentlichkeit in ihrer Arbeit kontrolliert werden. 

5.  Nachbereiten

Wenn die Cops abgezogen sind und die Kontrolle vorbei ist, solltest du das Geschehene nachbereiten. Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, dass du keine „richtige“ Hilfe sein konntest, indem du die Kontrolle/Gewahrsam abgewendet hast. 
Unser Ziel ist meist schon durch die kritische Begleitung und Solidarisierung erreicht. Mehr können wir oft nicht tun, aber es leistet doch einen entscheidenden Beitrag zu einer solidarischen Nachbarschaft.
Schreibe nun eine Mail mit einem Gedächtnisprotokoll und weiteren Fragen, die du hast, an kriminellistdassystem@riseup.net. Merk dir die Argumente der Polizei. Das hilft zur Vorbereitung aufs nächste mal.

Politische Einordnung

Rassismus und Repression haben noch nie Probleme gelöst, sondern immer nur neue geschaffen. Um die Probleme des Viertels anzugehen, braucht es andere Strategien. Wie oben schon angesprochen, lassen sich viele Konflikte wie Drogenhandel und Diebstahl auf strukturelle Ungleichheit im kapitalistisch verfassten Nationalstaat zurück führen, sodass dieser zum Ansatzpunkt für eine Kritik an hiesigen Zuständen sein sollte.
Durch einen solidarischer Umgang miteinander können wir Perspektiven schaffen, das eigene Leben frei zu gestalten. Dazu gehört auch, dass niemand aufgrund von Herkunft, Gender (Geschlecht), sexuelle Orientierung oder Identität oder ökonomischem Status diskriminiert wird und wir einschreiten, wenn wir solches Verhalten erleben.
 
Die Einführung der Waffenverbotszone reiht sich in eine sowohl landes- als auch bundesweite zu beobachtenden Ausbau staatlicher Repression ein. Die gesetzliche Grundlage sollen neue Polizeigesetze ist fast allen Bundesländern schaffen (hier geht’s zum Blog des Bündnisses gegen das Sächsische PolG: https://polizeigesetz-stoppen.de/ und https://keinpolizeigesetz.noblogs.org/). Damit findet nicht nur eine Aufstockung der Ausrüstung, sondern auch eine Ausweitung der polizeilichen Befugnisse statt. 
Obwohl Kriminalitätsstatistiken das widerlegen, wird ein Bild der Eisenbahnstraße als „gefährlichste Straße Deutschlands“ aufrecht erhalten. Dies steigert die gesellschaftliche Toleranz für repressiven Maßnahmen (Kontrolle, Überwachung, Verfolgung). Wie weit staatliche Strukturen gehen können, Freiheiten einzuschränken und Rechte zu nehmen, bis sich die Zivilgesellschaft darin stößt, wird zunächst an kriminalisierten Gruppen (z.B. Fussball-Fans) und Orten ausprobiert. Dass unser Stadtteil auch sehr migrantisch und alternativ geprägt ist, erhöht das Interesse der Behörden die Straßen und alles, was passiert, was lebt, unter Kontrolle zu bringen. 
Wir wollen die Polizei als Repressionsorgan eines Staates in den Fokus nehmen, die über das Gewaltmonopol verfügt und somit (fast) jeder Person machtvoll gegenübersteht. Diese Macht wird allzuoft ausgenutzt und vor allem im Zuge von kapitalismuskritischen und antifaschistischen Demonstrationen kommt es immer wieder zu Polizeigewalt auf Demonstrierende, Presse und Sanitäter*innen. Eine fehlende unabhängige Beschwerdestelle führt außerdem dazu, dass Cops kaum mit Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie unverhältnismäßig gewaltvoll und/oder diskriminierend agieren. Gerade gegenüber Migrant*innen wiegen sie sich in der Sicherheit, dass die Betroffenen, aus Angst vor dem Verlust einer ohnehin schon oft unsicheren Aufenthaltserlaubnis, keine Anzeige erstatten. Das führt zu zahlreichen Übergriffen.
Zudem ist insbesondere über die Sächsische Polizei bekannt, dass sich darunter viele Amtsträger*innen mit einer rechten/rassistischen/nationalkonservativen Gesinnung befinden, wie nicht zuletzt die Bestellung eines Panzers mit Nazi-Embleme und die Vorkommnisse bei Pegida-Demonstrationen zeigen. Dass ihre politische Meinung auch ihr Handeln als Beamt*innen beeinflusst, ist zweifellos.
So steht unser Engagement gegen Diskriminierung im Kontext einer Kritik an der autoritären Entwicklung der Gesellschaft, die sich sowohl auf rechtlicher Ebene (PolG) als auch durch die Zivilgesellschaft zieht (Mobilisierung von Nazis am 26.&27.8.18 nach Chemnitz, AfD-Wahlergebnisse).

KIDS

„Kriminell ist das System – nicht wir“, als selbstorganisierte Kampagne, arbeitet an drei verschiedenen Bezugspunkten:
    
Wir möchten eine Anlaufstelle für Betroffene bieten. Dazu kann eine Mail mit den Erfahrungen, die die Menschen gemacht haben, an uns geschrieben werden, damit wir die Fälle von diskriminierenden Kontrollen dokumentieren. Niemand sollte mit diesen Erfahrungen allein gelassen werden und wir wollen die Organisierung gegen die bestehenden Zustände fördern. Sofern es gewünscht und möglich ist, kann auch ein persönliches Gespräch stattfinden, um den Ablauf der Kontrolle besser zu erfassen und auch emotionale Unterstützung anzubieten. Die anonymisierten Ergebnisse können auch dazu genutzt werden, um Druck auf die entsprechenden Behörden auszuüben und die rassistische Praxis zu problematisieren, natürlich anonymisiert.
Zweitens wollen wir Empowernment für Betroffene und Unterstützer*innen fördern. Dazu soll dieser Text, die Plakate und Workshops beitragen. Welche rechtlichen Grundlagen für polizeiliches Handeln gibt es? Wie kann ich am besten in eine Kontrolle intervenieren? Außerdem wollen wir gemeinsam lernen wie wir dem staatlichen Gewaltmonopol entgegen treten können. 
Und drittens ist es für uns wichtig Druck auf Polizei aufbauen, und dies in Verknüpfung mit einer radikalen Kritik an der repressiven Politik und dem ausgrenzenden System dahinter.
Was wäre es für ein schöner Stadtteil, wenn bei jeder diskriminierenden Polizeikontrolle sich sofort eine Gruppe von Menschen durch Stehenbleiben und Intervenieren mit Betroffenen solidarisiert? Die Hemmschwelle für Cops Kontrollen durchzuführen, die diesen Anschein haben, steigt vermutlich, wenn sie sich dann ständig rechtfertigen müssen und in ihrer Arbeit beobachtet werden.
Daher rufen wir dazu auf, rassistische Polizeikontrollen nicht ungehindert geschehen zu lassen. Geht hin, kommentiert, kritisiert. Und unterstützt euch gegenseitig! 
Wir setzten uns gemeinsam gegen jede Art von Diskriminierung und autoritäre Entwicklungen ein.
Du möchtest dich an der Kampagne beteiligen oder hast Fragen? Dann schreib uns doch einfach eine Mail.

*English*

 

Living! Not being monitored.

Waffenverbotszone

The area of Eisenbahnstraße was declared as Waffenverbotszone (= Weapon free zone) on 5th of November 2018 after it as already been considered as a control area. This declaration gives the police the possibility to control people without any suspicion or reason because there is the power by „dangerous places“ through the police law. This qualification is an intransperant and problematical process.

More information at Reports.

Racial profiling and institutional racism

Mostly affected by those controls are people the police considers to be from a foreign county. The selection based by the appearance of a person is called racial profiling. It is discriminating because it categorizes people as „criminal“ based on the looking. Racism characterizes our society and therefore it is also part of the public institutions. Especially this is shown by police walking on the streets. Based on their reputed „treasure of experiences“ they try to find criminalized behavior more often done by people with a background of migration or fleeing.

To deny this „treasure of experiences“ is not really possible but it has to be pointed out why there is this appearance that people without German citizenship behave more criminal.

Firstly, because of racist stereotypes these people get controlled more often. Obviously that crimes can be found more often within “them”.

Secondly, people with a background of migration often live in precarious situation BECAUSE they often get discriminated. So often they don‘t have any other chance to sell drugs or steel. That a missing work permit or too less welfare support is the reason for that, the criminal statistics don‘t show. Another cause is that there are many crimes which can only be commited by „strangers“ like a lack of a residents permit.

Racial profiling violates the prohibition of discrimination and the principle of equality contained in Article 3 of the Grundgesetz (constitution of the German state). Accordingly, it can also be asserted in court in the event of a violation by state authorities. However, this cannot be sufficient, because racism is a social problem which we must combat in our immediate environment, in social media and in society as a whole.

Besides racism there are other forms of discrimination such as antiromaism and transphobic which can be also seen in the acting of the police.

What can we do?!

In order to make a contribution against racism in your immediate environment, you can intervene in a police control. In the following, some tips will be given on how to behave.

The aim of an intervention should be to show solidarity with those affected and to symbolize to the police that there is a critical public, so that they cannot do what they want unobserved.

But don’t put yourself in danger and refrain from physical actions against cops (§113 StGB). Don’t patronize those affected and don’t take this as a stage to get some street credits.

Also do not try to defend the person because often you have no knowledge about them and a violation of a law you can not deny with certainty. It is usually not the criminalized behavior of the person that is vulnerable, but the legality of the police’s actions. This includes disproportionality, violation of Article 3 Grundgesetz and the fact that they provide assistance to those affected (see below).

Also a further support of friends of the affected persons can be helpful if they are overtaxed with the situation.

What should not be the goal is to prevent at all costs that the person is taken along. If, for example, the personal data of the person cannot be determined, then there is the corresponding legal basis in the Saxon police law.

The following paragraph will now deal with stages of intervention.

1. Observation

First of all, get an overview of the situation. To do this, you can first observe from a distance who is being controlled, what is being searched and what the mood of control is.

You can also talk to other people standing around or friends of the affected person and act together with them.

You have some time and dare? Then take a closer look and symbolize to the affected person and the police that you are there and want to become an active part of the action.

2. Getting in touch with the affected

Speak now actively the affected person and offer to them your support. There is a legal basis for it in § 14 paragraph 4 sentence 1 Verwaltungsverfahrensgesetz (Administrative Procedure Act). Thus you can become the assistance of the affected person by simply agreeing to your question. This exists because of the requirement of a fair trial and is derived from the principle of the rule of law and the Charter of Fundamental Rights (EU). In contrast to a deputy, you are not a representative, but „only“ for (moral) support, in that you can act together. So everything you say is considered to have been presented by those affected if they do not object immediately. Anyone can become an adviser. A rejection by the police is only possible under very strict conditions. For example, in the case of unsuitability: there must be intellectual (lack of expertise) or emotional (personal attacks) reasons for this. Don’t be so quick to get rid of yourself, because this is a very strong instrument to accompany the control critically and to give the affected person the feeling of not being alone. The police may not send you away because of „disturbance of the measure“ and if they try it nevertheless: contradict!

Now it can really start: does the person have language problems and needs a translation? Should someone be informed?

Tell the person that he or she has the right to ask for the name and service number of the police (wo)men. The legal basis for this is § 8 sentence 1 SächsPolG (Saxon police law).

3. Attention of the police

At the latest after the declaration of assistance, the cops will also become aware of you. Ask calmly and friendly about the occasion, the legal basis and the suspicion for the control (even if they don’t need it anymore when establishing a weapon free zone).

Point them towards the prohibition of discriminatory controls. Article 3 Grundgesetz and the Gleichbehandlungsgesetz (General Equal Treatment Act) give you legal bases for this. If they have no legal basis (or suspicion), the control is inadmissible and illegal. You can ask them to stop the control and to delete all collected data.

If they also want to collect your data, only what is written on your identity card is obligatory to say. They cannot legally prosecute you for assistance as long as you do not become insulting or physical. Do not engage in provocation or intimidation! Oberserving police is definitly legal (https://www.buerger-beobachten-polizei.de/beobachter-rechtlicher-status/verwaltungsgericht-freiburg-bestaetigt-recht-auf-polizeibeobachtung)

4. Supporting

As you progress, you can take pictures of the situation. You should prepare yourself so that cops can stress out when they see that. The legal situation with regard to photographing police(wo)men is difficult because they are the focus of the photograph as individuals and therefore, like everyone else, are protected by the „right to one’s own image“. However, you can argue that evidences are documented here and especially when physical violence is used by the police, there is therefore a public interest in the recording. All in all difficult, also because your camera or mobile phone can be confiscated. You can find a recommendable, but German, article on this at: https://www.rechtambild.de/2013/04/vorsicht-beim-fotografieren-von-polizisten/ and https://www.buerger-beobachten-polizei.de/rechtliches/rechtshilfe-demotipps#filmen.

Collect data from witnesses who are also observing the situation in order to later have evidence of the progress of the control.

You can also get loud and generate attention from outsiders. This will certainly annoy and unsettle the cops because they are now controlled by a wider public in their work.

5.  Follow up Work

When the cops have left and the control is over you should follow up on what happened. You don’t need to have a guilty conscience that you couldn’t be a „real“ help by preventing the control.

Our goal is usually already achieved through critical accompaniment and solidarity. Often we cannot do more, but it makes a decisive contribution to a neighbourhood based on solidarity.

Write now a Mail with a memory protocol and further questions, which you have, to kriminellistdassystem@riseup.net. Remember the arguments of the police. This will help you to prepare for the next time.

Political subsumption

Racism and repression have never solved problems, only created new ones. To address the problems of the neighbourhood, different strategies are needed. As already mentioned above, many conflicts such as drug trafficking and theft can be traced back to structural inequality in the capitalist national state, so that this should be the starting point for criticism of local conditions.

By treating each other in solidarity, we can create perspectives for shaping one’s own life freely. This also means that nobody is discriminated against on the basis of origin, gender, sexual orientation or identity or economic status and that we intervene when we experience such behaviour.

The introduction of the weapon free zone is part of an expansion of state repression that can be observed both nationwide. The legal basis should be created by new police laws in almost all federal states (click here for the blog of the alliance against the Saxon Police Law: https://polizeigesetz-stoppen.de/ and https://keinpolizeigesetz.noblogs.org/). This not only means an increase in equipment, but also an expansion of police powers.

Although crime statistics refute this, an image of the Eisenbahnstraße as the „most dangerous street in Germany“ is maintained. This increases social tolerance for repressive measures (control, surveillance, persecution). How far state structures can go to restrict freedoms and take rights until civil society comes up against them is first tried out in criminalised groups (e.g. football fans) and places. The fact that our district is also very migrant and alternative in character increases the interest of the authorities to control the streets and everything that happens, everything that lives.

We want to focus on the police as the repressive organ of a state that has a monopoly on the use of force and is therefore powerfully opposed to (almost) every person. This power is often used and especially in the course of left antifascist demonstrations, critical of capitalism and it comes again and again to police violence on demonstrators, press and medics. A lack of an independent complaints office also means that cops hardly have to reckon with consequences if they act disproportionately violently and/or discriminatory. Particularly with regard to migrants, they weigh themselves in the certainty that those affected will not file a complaint for fear of losing an already often insecure residence permit. This leads to numerous assaults.

In addition, it is known, especially through the Saxon police, that many officials with a right-wing/racist/national conservative attitude are among them, as shown not least by the order of a tank with Nazi emblems and the incidents during Pegida demonstrations. There is no doubt that their political opinion also influences their actions as police (wo)men.

Our commitment against discrimination stands in the context of a critique of the authoritarian development of society, which takes place both at the legal level (Police Law) and through civil society (mobilization of Nazis on 26 & 27 August 18 in Chemnitz, AfD election results).

KIDS

„Kriminell ist das System – nicht wir“ (Criminal is the system – not us), as a self-organized campaign, works on three different points of reference:

We want to provide a point of contact for those affected. Therefore an e-mail can be sent to us with the experiences people have made, so that we can document the cases of discriminatory controls. Nobody should be left alone with these experiences and we want to promote the organization against the existing conditions. If it is desired and possible, a personal discussion can also take place in order to better understand the process of the control and also to offer emotional support. The anonymised results can also be used to exert pressure on the relevant authorities and to problematise racist practice, anonymised of course.

Secondly, we want to promote empowerment for those affected and supporters. This text, posters and workshops are intended to contribute to this. What is the legal basis for police action? How can I best intervene in a control? We also want to learn together how we can counter the state monopoly on the use of force.

And thirdly, it is important for us to build up pressure on the police, and this in connection with a radical criticism of the repressive policy and the exclusionary system behind it.

What kind of beautiful district would it be if, at every discriminatory police check a group of people immediately showed solidarity with those affected by stopping and intervening? The barrier of inhibition for cops to carry out controls will be higher if they then have to justify themselves constantly and are observed in their work.

We therefore call for not letting racist police control happen unhindered. Go, comment, criticise. And support each other!

We stand together against any kind of discrimination and authoritarian developments.

You would like to take part in the campaign or have questions? Then just send us an email.

                                        – No justice, No peace,…. –